Verwandtenbesuch im Bürgerkriegsland : Seehofer will syrische Heimaturlauber abschieben

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will keine Heimaturlaube von syrischen Flüchtlingen dulden.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will keine Heimaturlaube von syrischen Flüchtlingen dulden.

Eine ernsthafte Verfolgung könne nicht vorliegen, wenn syrische Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückkehren, so Seehofer.

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18. August 2019, 11:36 Uhr

Berlin | Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat einen harten Umgang mit syrischen Asylbewerbern angekündigt, die nach ihrer Flucht zu privaten Zwecken dorthin zurückkehren. "Wer als syrischer Flüchtling regelmäßig in Syrien Urlaub macht, der kann sich ja nicht ernsthaft darauf berufen, in Syrien verfolgt zu werden", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag". "Dem müssen wir seinen Flüchtlingsstatus entziehen."

Verwandtenbesuche in der Heimat

Seehofer bezog sich damit offenbar auf Menschen, die nach der Flucht aus dem Bürgerkriegsland regelmäßig in ihre Heimat reisen, um dort Verwandte zu besuchen oder auch Urlaub zu machen. Wenn dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Reisen in das Herkunftsland bekannt würden, werde in der Behörde unverzüglich ein Widerruf des Flüchtlingsstatus geprüft, sagte Seehofer.

Auch die Situation vor Ort werde intensiv beobachtet. "Wenn es die Lage erlaubt, werden wir Rückführungen durchführen", sagte der Innenminister der "BamS".

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