Unerwartete Herbstgäste auf dem Vormarsch : Stinkwanzen erobern deutsche Wohnzimmer – was man dagegen tun kann

Die Grüne Stinkwanze hat in den warmen Sommermonaten eine grasgrüne Farbe, die in den kälteren Monaten ins leicht bräunliche wechselt. Foto: imago/blickwinkel

green Stinkwanze lazy Grete Common Stinkwanze Palo Mena prasina on red Sheet Germany Green Shield Bug Common Green Shield Bug Palo Mena prasina ON Red Leaf Germany
Die Grüne Stinkwanze hat in den warmen Sommermonaten eine grasgrüne Farbe, die in den kälteren Monaten ins leicht bräunliche wechselt. Foto: imago/blickwinkel green Stinkwanze lazy Grete Common Stinkwanze Palo Mena prasina on red Sheet Germany Green Shield Bug Common Green Shield Bug Palo Mena prasina ON Red Leaf Germany

Die Stinkwanze ist auf dem Vormarsch: Was man gegen die harmlosen, aber lästigen Insekten tun kann, erfahren Sie hier.

nnn.de von
19. Oktober 2018, 13:05 Uhr

Hamburg | Der Rekordsommer in Deutschland hat Spuren hinterlassen. Angesichts der lange anhaltenden Wärme taucht in vielen Haushalten jetzt im Herbst ein tierisches Problem auf: Stinkwanzen. Jetzt, da die Temperaturen kühler werden, suchen die Insekten einen trockenen und nicht zu kalten Platz zum Überwintern – und machen es sich in zahlreichen Häusern und Wohnungen bequem. Auf Twitter berichteten diverse Betroffene von einer regelrechten Invasion der Stinkwanzen:

Gleichwohl kein Grund zur Panik besteht – die sechsbeinigen Krabbler sind für den Menschen ungefährlich – nerven Stinkwanzen. Denn: Sobald die Tiere sich bedroht fühlen, sondern sie ein übel riechendes Sekret ab, welches ihnen ihren wenig schmeichelhaften Namen gegeben hat.

Stinkwanzen wechseln ihre Farbe

Die Stinkwanze ist in der Regel zwölf bis 13,5 Millimeter groß und ist an ihrem breit-ovalen Körper gut zu erkennen. Im Sommer ist die Stinkwanze grünfarben, der offizielle Name lautet daher "Grüne Stinkwanze". Im Herbst wechselt die Farbe der Stinkwanze ins leicht bräunliche.

Eine Stinkwanze kann bis zu 450 Eier produzieren, nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven und können sich nach dem Durchlaufen von fünf Entwicklungsstadien selbst fortpflanzen. Durch die warmen Temperaturen im Sommer gab es in diesem Jahr gleich zwei Generationen von Stinkwanzen und auch anderen Insekten, wie das Wissenschaftsmagazin "Spektrum" berichtet. Das erklärt demnach das große Vorkommen der Stinkwanzen.

Was kann man gegen Stinkwanzen tun?

Was also tun, wenn man in den eigenen vier Wänden plötzlich von Stinkwanzen belagert und belästigt wird? Experten empfehlen, bei vereinzeltem Auftreten der Tiere die alte Papier-und-Glas-Methode anzuwenden: Heißt: Das Tier auf ein weißes Blatt Papier krabbeln zu lassen, ein Glas darüber zu stülpen und die Stinkwanze draußen abzulegen. Unbedingt abzuraten ist von einem Töten der Tiere, da sie dann ihr stinkendes Sekret abstoßen – ein unangenehmer Effekt.

Auch von der vermeintlich cleveren Idee, die Stinkwanzen mit dem Staubsauger im Nirwana des Staubsaugerbeutels verschwinden zu lassen, raten Experten ab: Aus den selben Gründen wie oben erwähnt, setzt sich der Gestank dann fest. Wer dennoch nicht an sich halten kann, der sollte eine alte Socke über das Staubsaugerende stülpen und diese dann draußen leeren. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass es dann schon anfängt zu müffeln.

Die Nahaufnahme einer Stinkwanze. Foto: imago/blickwinkel
imago/blickwinkel
Die Nahaufnahme einer Stinkwanze. Foto: imago/blickwinkel

Um die kleinen Biester gar nicht erst in die eigenen vier Wände kommen zu lassen, empfehlen sich Fliegennetze. Zudem können Fenster- und Türrahmen mit Essig eingesprüht oder eingerieben werden. Der Geruch hält Stinkwanzen fern, so geraten sie gar nicht erst nach drinnen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen