Agrar : Programm für Agrarmesse Mela vorgestellt: Ernte besser

Ein Mähdrescher steht auf einem abgeernteten Gerstefeld. /Archivbild
Ein Mähdrescher steht auf einem abgeernteten Gerstefeld. /Archivbild

Die Ernte 2019 ist besser als erwartet ausgefallen. Laut Agrarminister Backhaus entspannt sich die Lage der Bauern allmählich. Mitte September will sich die Branche auf der Agrarmesse Mela präsentieren.

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22. August 2019, 14:39 Uhr

Die Situation vieler Landwirte im Nordosten verbessert sich laut Agrarminister Till Backhaus (SPD) langsam. «Auch wenn die Erträge in 2019 unter dem langjährigen Mittel liegen, so fallen sie deutlich besser aus als im Vorjahr», sagte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Landwirtschaftsmesse Mela in Alt Schwerin (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Qualitätsverluste durch Hitze und Trockenheit seien weitgehend ausgeblieben. Dass sich die Lage entspanne, zeige sich auch einer gesteigerten Investitionstätigkeit vieler Landwirte. So seien schon jetzt mehr Förderanträge eingegangen als im gesamten Vorjahr.

«Wir brauchen eine Landwirtschaft, die sich der globalen Verantwortung für den Klimaschutz und die Ernährungssicherung einer wachsenden Weltbevölkerung stellt», sagte Backhaus. Oberste Priorität habe der Schutz von Wasser, Boden, Luft und Artenvielfalt. Das Grundwasser unter einem knappen Fünftel der landwirtschaftlichen Flächen in MV sei mit Nitrat belastet. Damit die Bauern auch wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie den Düngereinsatz reduzieren, müsse in digitale Technologien investiert werden, mit denen umweltschonender produziert werden könne.

Für die Vorbereitung auf Klimaveränderungen und Investitionen bräuchten die Landwirte Planungssicherheit. Es sei deshalb ein mittelschweres Desaster, dass für die Beratungen zur Mittelfristigen EU-Finanzplanung kein Ende absehbar sei, sagte Backhaus. «Damit bleibt die Ausgestaltung und finanzielle Ausstattung der gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020 weiter völlig offen.»

Die Agrarwirtschaft will sich vom 12. bis zum 15. September in Mühlengeez bei Güstrow (Landkreis Rostock) auf der Agrarmesse Mela präsentieren. Erwartet werden wieder mehr als 70 000 Gäste. Im Mittelpunkt sollen Zukunftsfragen rund ums Klima stehen. Teil der Ausstellung ist auch die Landestierschau, die mehr als 1000 Zuchttierrassen präsentiert, darunter den Angaben zufolge extra viele Fleischrindrassen.

Das Tier der diesjährigen Mela ist das Rheinisch-Deutsche Kaltblut: Ein kräftiges Arbeitspferd, das vom Aussterben bedroht sei. «Kaltblüter, wie die Pferde des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes, sehen für Laien oft riesig und unnahbar aus. Dabei sind sie ruhig, gelassen und umgänglich, sobald fair mit ihnen umgegangen wird», sagte Siegfried Hoffmann, Tierzucht-Dezernent des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf). Erstmals werde es eine Stutenschau der Pferderasse geben.

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