Kriminalität : Wittenburg-Prozess: Angeklagter für schuldfähig eingeschätzt

Der Angeklagte (r) wird zum Prozessbeginn zum Gerichtssaal geführt. /Archivbild
Der Angeklagte (r) wird zum Prozessbeginn zum Gerichtssaal geführt. /Archivbild

Der wegen Mordes an einem schlafenden Rentner in Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) angeklagte afghanische Flüchtling ist nach Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters schuldfähig. Der Gutachter hatte sich am Donnerstag im Prozess am Landgericht Schwerin geäußert, wie ein Gerichtssprecher sagte. Außerdem wurde ein Rechtsmediziner zu den Verletzungen gehört, die dem 85-jährigen Opfer zugefügt worden waren.

nnn.de von
16. Mai 2019, 16:54 Uhr

Dem pflegebedürftigen Senior war laut Anklage am frühen Morgen des 17. November 2018 in seinem Bett die Kehle durchgeschnitten worden. Sein Privatpfleger hatte die Tat über eine Babyfon-Kamera beobachtet, die zur Überwachung des Schlafes des Rentners in dessen Zimmer installiert war. Der Angeklagte floh den Ermittlern zufolge nach der Tat. Noch am selben Tag wurde er an einer Autobahnauffahrt Richtung Hamburg aufgegriffen.

Das Motiv des mutmaßlichen Täters liegt nach den Worten des Gerichtssprechers noch immer im Dunkeln. Der Angeklagte, der ein intimes Verhältnis mit der Tochter des Opfers hatte, hat sich bisher im Prozess nicht geäußert. Der abgelehnte Asylbewerber lebte in einer Unterkunft in Sachsen und war von der Tochter des Opfers zum Aufräumen der Garage nach Wittenburg geschickt worden. Er hatte bereits einige Monate zuvor den Senior kurzzeitig gepflegt. Unmittelbar nach der Tat soll er, noch am Bett des Rentners, gesagt haben: «Es tut mir leid.»

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