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Michael Seidel

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Was mich seit meiner Berufswahl umtreibt? Menschen komplexe Dinge transparent machen, Verborgenes ausbuddeln, hinter die Kulissen schauen, Zusammenhänge erklären, Fakten einordnen, andere als die üblichen Perspektiven einnehmen. Seit meiner ersten Kamerasituation - 1986 beim Fernsehen der DDR in Adlershof - begründet ich meinen Beruf so. Dabei merkte ich im Volontariat bei der „Umschau - Magazin aus Wissenschaft und Technik” bald, an welche Grenzen dieser Ehrgeiz im DDR-Journalismus geriet. Dagegen gerieten die ersten Gehversuche beim Landessender Sachsen-Anhalt 1990/91 zum Motto „entdecke die Möglichkeiten”. Nach einer Station beim ZDF in Schwerin folgten Jahre als Freiberufler beim Landessender Mecklenburg-Vorpommern (Hörfunk und TV), während derer ich tausend Dinge ausprobieren durfte - von der Ad hoc-Nachricht über selbst konzipierte und live moderierte Stundensendungen bis zur kompletten Landtagsberichterstattung. Ab 1995 Landespolitik von früh bis spät nachts. Eigentlich immer. Chronistisch, investigativ, kommentieren, betrachtend - leidenschaftlich gern. Aber irgendwann zu nah dran, fühlte ich. Deshalb ab 2006 bewusster Wechsel ins Redaktionsmanagement. Und seit 2008 ins Transformationsmanagement: Digitalisierung, Formatwechsel, Relaunch, Lesermarktforschung, neue Redaktionssysteme, App-Entwicklung, Desk-/Reporter-Arbeitsweisen, agile Arbeitsweisen, agiles Reporting. Permanente Veränderung - auch nach dem Wechsel vom Nordkurier zur Schweriner Volkszeitung Anfang 2013. Wieder Formatwechsel, wieder Relaunch, wieder Veränderung der Arbeitsweisen - das hört nicht auf. Aber jetzt mit tragfähigem Bezahlmodell und einer potenten Mediengruppe im Hintergrund. Und jetzt mit Investement in die Redaktion. Wir haben unseren Kompass gefunden: Ab 2025 wollen wir die Redaktionskosten weitgehend durch digitale Erlöse refinanzieren können. Wenn das kein Ansporn ist!
Artikel von Michael Seidel