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Ratgeber So klappt es mit der Haushaltshilfe

Von Jana Illhardt | 16.12.2017, 16:00 Uhr

Immer mehr Menschen leisten sich eine Reinigungskraft – doch die richtige zu finden, ist mitunter gar nicht so einfach.

Hausarbeit ist aufwendig. Immer mehr Deutsche holen sich daher eine Putzhilfe. Laut der Minijob-Zentrale gab es im Juni 2017 rund 308 600 Minijobber in Privathaushalten – 2016 waren es noch rund 304 000. Auch der Markt der Reinigungsunternehmen boomt. „Viele hören sich im Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen um oder suchen im Internet nach Privatpersonen“, erklärt Jutta Jetzke vom Bundesverband haushaltsnaher Dienstleistungsunternehmen. Eine Adresse ist auch die Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale. Doch wie dann den passenden Dienstleister auswählen? Einige Tipps:

GUTE ABSPRACHE Wenn Unzufriedenheit mit der Putzhilfe herrscht, liegt dieser oft schlechte Kommunikation zugrunde. Darum sollten Auftraggeber ihre Ansprüche vorab mit dem angebotenen Service abgleichen. Sandra Piehl von der Minijob-Zentrale rät, eine Liste zu erstellen und mit der Putzhilfe durchzusprechen. Die Absprache wird in einer Leistungsbeschreibung in zweifacher Ausführung festgehalten. „Das ist im Streitfall sehr wichtig“, betont Elke Wieczorek vom DHB-Netzwerk Haushalt. Gerade besondere Wünsche sollten schriftlich festgehalten werden. „Das kann sein, dass nur mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln geputzt wird.“ Das gleiche gilt etwa für die Reinigung besonders empfindlicher Einrichtung.

BAUCHGEFÜHL Mindestens genauso wichtig wie die klare Absprache ist es, sich mit der Entscheidung für eine Person wohlzufühlen – schließlich überlässt man ihr die eigenen vier Wände. Hier sollte man sich vom Bauchgefühl leiten lassen. Ein paar private Worte über das Gespräch zur Ausbildung und Vorerfahrung hinaus helfen. Und Piehl rät, konkret zu werden: „Weil jeder eigene Vorstellungen von Sauberkeit hat, sollte man sich nicht scheuen, Hygieneansprüche klar auszusprechen.“ Zu erzählen, wie man selbst putzt, mag einem komisch vorkommen, kann aber Unmut ersparen. „Wichtig ist auch, dass die Putzhilfe über die Besonderheiten im Heim wie etwa Alarmanlagen und Haustiere aufgeklärt ist“, ergänzt Piehl. „Und natürlich sollten Sie darüber sprechen, wenn Räume oder Bereiche für die Haushaltshilfe aus Gründen der Privatsphäre tabu sind.“ Um das Bauchgefühl zufriedenzustellen, gehört auch dazu, die Haushaltshilfe wenigstens beim ersten Putzdienst zu beobachten. „Wird gründlich gearbeitet? Ist Wissen vorhanden, wie welche Oberflächen zu behandeln sind – oder wird das Parkett so eingenässt, dass Schäden zu befürchten sind?“ Diese Fragen sollte man sich beantworten, rät Wieczorek. Fehler gilt es anzusprechen.

BEIDERSEITIGES VERTRAUEN Beide Seiten müssen sich immer an die Absprachen halten. „Das ist für das gegenseitige Vertrauen extrem wichtig“, betont Jetzke. Erwartet der Auftraggeber etwa immer wieder Zusatzdienste, die die Haushaltshilfe in Zeitnot bringen, ist das problematisch. „Genauso darf die Putzhilfe nicht früher gehen, wenn sie mal schneller fertig war. Dann sucht man sich einfach noch eine Aufgabe.“