Ein Angebot des medienhaus nord

Kratzeburg Bürgermeister: Flüchtiges Schotten-Rind „kein Fall für das Gewehr“

Von Winfried Wagner/dpa | 12.12.2019, 12:25 Uhr

Tiere der Rasse gelten als friedlich und werden bis zu 750 Kilogramm schwer.

Das in der Region Kratzeburg ausgebüxte schottische Hochlandrind muss nach Auffassung von Bürgermeister Guntram Wagner nicht geschossen werden. «Das Tier ist jetzt wieder gesehen worden und noch kein Fall für das Gewehr», sagte der Veterinär am Donnerstag. Zuletzt habe ein Passant das Tier beim Ortsteil Dambeck fotografiert, sagte Wagner. Das Rind gefährde niemanden und finde in den Wiesen des Müritz-Nationalparks genug Nahrung. Der Eigentümer - eine Familie aus Berlin, die ein Wochenendgrundstück in der Region hat - müsse sich mehr engagieren.

Ausbruch zu zweit

Der Ochse der Rasse Highland Cattle war nach Angaben des Halters im Oktober mit einem zweiten Rind aus der Kleinhaltung in der Nähe ausgebrochen. Das zweite Tier wurde gefangen. Tiere der Rasse gelten als friedlich und werden bis zu 750 Kilogramm schwer. Dieser Fall war erst am vergangenen Wochenende bekannt geworden, weil ein Autofahrer das zottelige Rind auf einer Straße sah, dies meldete und die Polizei Anwohner und Autofahrer zur Vorsicht aufrief.

Der Tierhalter hatte inzwischen von Behörden auch eine Genehmigung bekommen, das Tier wegen der Verkehrssicherheit erschießen zu lassen, falls weitere Fangversuche nicht klappen.

Mehr zum Thema: