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Rostock Feuer auf Gaststätten-Schiff: Polizei setzt auf Kamerabilder

Von Winfried Wagner | 16.08.2018, 20:45 Uhr

Der Täter ist nach wie vor flüchtig. Das Schiff ist nach dem Feuer nicht mehr nutzbar.

Bei den Ermittlungen zu einer Brandstiftung auf einem Restaurant-Schiff in Rostock setzt die Polizei jetzt auf die Auswertung von Kamerabildern am Hafen. «Der Täter ist noch flüchtig, aber die Auswertung der verschiedenen Überwachungskameras in der Nähe läuft noch», sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Rostock. Das Schiff sei nach dem Löschen des Feuers in der Nacht zu Dienstag nicht mehr nutzbar. Verletzte gab es nicht. Zur Höhe des Schadens machte die Polizei bisher keine Angaben.

Ein Zeuge hatte laut Polizei kurz nach Mitternacht das Feuer gemeldet. Es konnte von Feuerwehrleuten gelöscht werden, bevor es auf das gesamte Schiff und ein Nachbarschiff übergriff. Das schwimmende Restaurant, das seit Jahren am Kai liegt, wurde vor allem an den Aufbauten beschädigt, ging aber bei dem Brand nicht unter.

Der Zeuge hatte noch gesehen, wie jemand vermummt und mit einem Kanister in den Händen weggelaufen war. Sofort alarmierte Polizisten verfolgten den Fluchtweg des Mannes - bisher ohne Erfolg. Ein Gutachter bestätigte eine vorsätzliche Brandstiftung.