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Zeugen gesucht Filmreifer Einbruch in Rostocker Juweliergeschäft

Von Anja Engel | 18.01.2018, 09:16 Uhr

Mit einem Hammer bewaffnet haben maskierte Einbrecher in Rostock ein Juweliergeschäft überfallen und geplündert. Auf der Flucht wurde eine Tasche mit Schmuck zurückgelassen. Zeugen sahen die Einbrecher, aber die Fahndung blieb bisher ohne Erfolg.

Etwas Glück im Unglück ist dem Inhaber des Juweliergeschäftes „Zeitlos“ widerfahren.  Beamte konnten ihm am Donnerstag aus seinem Laden geraubten Schmuck wieder übergeben.

„Die Polizei stellte eine Tasche sicher, in der sich Diebesgut befand. Ob es sich dabei um die gesamte Beute handelt, ist noch nicht bekannt“, berichtet Stefan Baudler, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Rostock. Der Schmuck stammte aus einem Überfall auf das Juweliergeschäft in der Eselföterstraße, der sich erst kürzlich ereignet hatte. 

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Die beiden Täter, die zu Fuß flüchteten, sind zirka 1,80 Meter groß, dunkel gekleidet und trugen schwarze Masken. Der dritte Täter im weißen Transporter trug eine schwarze Maske und einen auffälligen weißen Overall – vermutlich einen Einwegoverall. Sachdienliche Hinweise zur Tataufklärung nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0381/49 16 16 16 entgegen. 

Das ist passiert: Drei maskierte Täter waren Mittwochabend in das Geschäft eingedrungen, hatten Vitrinen – vermutlich mit einem Hammer – zerstört und Schmuck in noch  unbekannter Höhe entwendet. Anschließend waren zwei Täter mit der Beute zu Fuß in Richtung der Langen Straße geflüchtet. Der Dritte war laut Augenzeugen in einem weißen Transporter über den Neuen Markt in unbekannte Richtung verschwunden. Zur Schadenshöhe konnten die ermittelnden Beamten noch keine eindeutigen Angaben machen. Der Geldwert des geraubten Schmuckes soll sich laut Schätzungen auf mehrere Tausend Euro belaufen.

Es handelt sich bei dem Überfall nicht um den ersten in diesem Jahr. Bereits am 6. Januar brach ein Unbekannter in einen Schuhladen in Warnemünde ein. Der Geschäftsführer des Handelsverbandes Nord, Kay-Uwe Teetz, sieht aber vorerst keine akute Bedrohung für andere Geschäftsinhaber. „Ich habe zunächst keinen Grund zur Besorgnis, denn es wird in Punkto Sicherheit das gemacht, was möglich ist. Es sind Wachdienste in der Stadt  unterwegs  und  das Personal wird für derartige Ausnahmesituationen geschult“, so Teetz.  Die Ermittlungen zum Überfall in der Eselföterstraße dauern noch  an. Am Tatort stellte die  Kripo zahlreiche Spuren sicher. Die Suche nach den Tätern mit Spürhunden  blieb erfolglos.