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Polizeiticker Greifswald: Wohnung brannte

Von Polizeipräsidium Neubrandenburg | 08.09.2019, 12:57 Uhr

Am 08.09.2019, gegen 07:30 Uhr, wurden Feuerwehr und Polizei über eine Rauchentwicklung in einer Wohnung  in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses in der Spiegelsdorfer Wende in Greifswald informiert.

Die Berufsfeuerwehr Greifswald, welche mit zehn Kameraden und zwei Löschfahrzeugen eingesetzt war, konnte den vor Ort festgestellten Brand schnell löschen. Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass das Wohnzimmer der betroffenen Wohnung vollständig ausbrannte und die anderen Räume aufgrund der Verrußung ebenfalls nicht nutzbar sind. Auch die unter der Brandwohnung befindlichen Räumlichkeiten, sind durch das Löschwasser beschädigt worden.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Bewohner der Etage, in der sich  der Brandort befand, evakuiert. Andere Bewohner verließen freiwillig das Wohnhaus. Insgesamt haben während der Löscharbeiten 25 Personen das Wohnhaus unverletzt verlassen.

Ersten Ermittlungen zufolge kam es in der Nacht vom 07.09.2019 zum 08.09.2019 im Wohnzimmer der besagten Wohnung zu einem Brandausbruch, welcher durch eine unbeaufsichtigte  Kerze ausgelöste worden war. Durch die Kerze wurde ein darunter  befindlicher  Karton  entzündet.

Der 41-jährige Wohnungsinhaber  wurde durch den installierten Rauchmelder auf das Feuer aufmerksam und löschte dieses. Weiterhin öffnete er das Fenster zum Lüften und lies dieses offen. Anschließend begab er sich zu seiner Tante. Bei den Löscharbeiten zog er sich Verbrennungen zweiten Grades an Knie und Oberschenkel zu. Da sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, wurde der Rettungsdienst angefordert. Der 41-Jährige wurde ins Klinikum Greifswald eingeliefert, wo er stationär aufgenommen wurde. Nach dem Vorfall hat niemand mehr die Brandwohnung betreten und kontrolliert, ob das Feuer vollständig gelöscht war.

Ob eine Selbstentzündung erneut zum Brandausbruch führte, oder ob es eine andere Ursache für das Feuer gibt, muss noch ermittelt werden. Der Kriminaldauerdienst aus Anklam führte vor Ort die Ermittlungen. Diese dauern gegenwärtig an. Zur Klärung der genauen Brandursache wird am 09.09.19 ein Brandursachenermittler hinzugezogen. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft sind vor Ort und versuchen, das Löschwasser abzusaugen. Danach wird sich entscheiden, ob die Bewohner auch die Wohnung unter dem Brandort wieder nutzen können. Sollte dies nicht der Fall sein, wird ihnen eine Ausweichunterkunft bereitgestellt.