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Polizeiticker Neubrandenburg: 17-Jähriger schießt mit Schreckschusswaffe in die Luft

Von Polizeiinspektion Neubrandenburg | 25.11.2019, 14:42 Uhr

Am vergangenen Freitag wurde der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg mitgeteilt, dass eine männliche Person in der Einsteinstraße in Neubrandenburg einen Schuss abgegeben haben soll.

Sofort wurden fünf Funkstreifenwagen zum Einsatz gebracht, um den Sachverhalt zu überprüfen, den Tatort abzusperren, Spuren zu sichern, die Fahndungsmaßnahmen nach dem Tatverdächtigen einzuleiten und mit den ersten Ermittlungen zu beginnen.

Die Beamten konnten vor Ort die Patronenhülse einer Schreckschusswaffe sicherstellen. Zudem konnte eine Zeugin den Tatverdächtigen sehr gut beschreiben und die Fluchtrichtung in einen Hauseingang der Humboldtstraße benennen. Einem weiteren Zeugen war bekannt, dass genau in dem Aufgang eine polizeilich bekannte Person aufhalten soll, die ebenfalls der Personenbeschreibung entspricht.

Auf Grund der Zeugenhinweise, konnten die Beamten den Tatverdächtigen namhaft machen. Es handelt sich um einen 17-jährigen polizeibekannten Jugendlichen, der in einem Dorf bei Neubrandenburg wohnhaft ist, aber Beziehungen in die Neubrandenburger Oststadt hat.

Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der 17-Jährige zunächst einen Teaser an den Zaun des AWO-Kompetenzzentrums in der Humboldtstraße gehalten haben, so dass typische knisternde Geräusche zu hören waren. Kurz danach hat der 17-Jährige einen pistolenähnlichen Gegenstand in die Luft gehalten und einen Schuss abgegeben und ist dann fluchtartig in einen Hauseingang der Humboldtstraße gelaufen.

Die Beamten konnten in der Wohnung die benutzte Schreckschusswaffe auffinden und sicherstellen. Zudem wurde der 17-Jährige durch die Beamten aufgesucht und belehrt. Ihm gegenüber wurde auch eine sogenannte Gefährderansprache ausgesprochen. Das bedeutet, dass ihm erläutert wurde, dass sein Handeln nicht zu tolerieren ist, sich keinesfalls wiederholen darf und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz werden im Kriminalkommissariat Neubrandenburg weitergeführt.