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Nisbill Neunjähriger bei Unfall auf der L 031 gestorben

Von svz.de | 30.01.2018, 10:24 Uhr

Vater wollte nach eigenen Angaben Reh ausweichen. Zweiter tödlicher Unfall in diesem Jahr im Nordwestkreis

Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich heute um 7 Uhr auf der Landesstraße  031 zwischen Nisbill und Warin, bei dem ein neunjähriger Junge zu Tode kam. 

Ein 36-jähriger Mann aus der Region  war nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden laut dem Sprecher der zuständigen Polizeiinspektion Wismar, Axel Köppen, aus Richtung Bibow kommend auf der L 031 nach Warin unterwegs. Im Waldgebiet Höhe  Warin-Waldeck kam dann sein VW rechts von der Fahrbahn ab, geriet auf die aufgeweichte Bankette und hinterließ dort eine mehrere Meter lange Spur. In der Folge kreuzte das Fahrzeug die Fahrbahn und prallte auf der gegenüberliegenden Straßenseite gegen einen Baum, überschlug sich und kam auf der Seite liegend zum Stillstand.

Nach Angaben des Fahrers, dem Vater des verstorbenen Jungen, habe dieser bei dem Versuch, einem Reh auszuweichen, die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Auf dem Streckenabschnitt gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Kilometer pro Stunde.

Während der schwerverletzte Fahrer seinen Pkw aus eigener Kraft verlassen konnte, musste der Neunjährige aus dem Fahrzeug geborgen  werden. Die nachfolgende Reanimation, die zunächst durch einen Polizeibeamten und nach kurzer Zeit durch Rettungskräfte ausgeführt wurde, verlief erfolglos.

Das Gutachten der durch die  Staatsanwaltschaft beauftragten Dekra steht noch aus, so Polizeisprecher Köppen.

Zum Unfall wurde auch die Feuerwehr Warin alarmiert. Diese rückte laut Einsatzleiter Stephan Buchs, dem stellvertretenden Wehrführer, „mit elf Mann und zwei Fahrzeugen“ aus. Was die in solchen Fällen angebotene psychologische Betreuung der Kameraden betrifft, so wolle man dies laut Buchs „intern für uns“  machen. „Mehr sagen wir zum Unfall nicht“, so Buchs.

Es handelt sich um den zweiten 2018er-Verkehrstoten im Nordwestkreis. Am vergangenen Sonnabend gegen 7.20 Uhr war auf der Landesstraße 1  nahe Rieps bei Rehna eine 43-jährige  Mercedes-Fahrerin vermutlich mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum gefahren. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.