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Rostock Video: Bombenalarm am Oberlandesgericht

Von Stefan Tretropp | 18.06.2018, 13:52 Uhr

Ein verdächtiger Brief mit Kabeln wurde in der Post gefunden. Das Gebäude wurde daraufhin evakuiert.

Am Montagvormittag sind Polizei, Kripo und Munitionsbergungsdienst zu einem verdächtigen Brief gerufen worden. Einen vergleichbaren Fall gab es in Waren/Müritz. Wie die Polizei mitteilte, entdeckte ein Mitarbeiter des Oberlandesgerichts bei der Sortierung der morgendlichen Post einen verdächtigen Brief, aus dem Drähte ragten.

Sofort wurde die Evakuierung des gesamten Gebäudes veranlasst und die Polizei verständigt. Der Eingang des Gebäudes wurde mit einem Band abgesperrt. Etwa 20 bis 30 Mitarbeiter mussten sich während des Einsatzes im Freien aufhalten. Die Polizei zog die Beamten des Munitionsbergungsdienstes aus Schwerin zu Hilfe. Nachdem diese sich vorsichtig der verdächtigen Sendung genähert hatten, konnte die eigentliche Überprüfung mit Hilfe eines mobilen Röntgengerätes erfolgen.

Doch dann konnte schnell Entwarnung gegeben werden. „Der Inhalt des Briefes ist vollkommen harmlos, es handelte sich um eine Attrappe“, sagte der Einsatzleiter des Munitionsbergungsdienstes. Die weiteren Ermittlungen nahm die Kriminalpolizei auf, die auch den Brief beschlagnahmte. Die mehrere Stunden vor dem Gebäude wartenden Mitarbeiter konnten gegen 13 Uhr das Oberlandesgericht wieder betreten.

Auch im Amtsgericht Waren/Müritz ging am Montag eine verdächtige Sendung mit herausragenden Drähten ein. Hierbei brachte die Öffnung durch die Entschärfer ungefährliches Glitzerpulver und zwei Drähte zutage. Hinweise auf einen möglichen Adressat gibt es noch nicht. Die Ermittlungen laufen.