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Schneefall in der Nacht Viele Glätteunfälle im Land - Neuer Sturm am Donnerstag erwartet

Von Susan Ebel/dpa | 16.01.2018, 11:25 Uhr

In fast allen Fällen war nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache

Der erste Schnee im Jahr 2018 hat im Osten Mecklenburg-Vorpommerns zu einigen Unfällen und Behinderungen auf den Straßen geführt.  In fast allen Fällen war nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache, teilte die Polizei am Vormittag mit.

Der schwerste Unfall ereignete sich in der Nähe von Röbel an der Seenplatte. Hier kam eine Frau mit ihrem Ford Focus rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Während der Beifahrer von alleine das Auto verlassen konnte, wurde die Fahrerin in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Röbel befreit werden. Die Feuerwehr musste das Fahrzeug teils auseinander schneiden um die Fahrerin retten zu können.

Die Frau wurde mit schwersten Verletzungen in ein nahegelegenes Klinikum gebracht. Auch der Beifahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Auch hier war unangepasste Geschwindigkeit die Unfallursache, teilte die Polizei mit.

Auf der Autobahn 20 bei Altentreptow geriet ein Transporter ins Schleudern, prallte gegen die Mittelschutzplanke und blieb auf der Autobahn stehen. Nachfolgende Autofahrer in Fahrtrichtung Norden hätten rechtzeitig bremsen können. Der Fahrer des Transporters sei unverletzt geblieben und habe das Fahrzeug von der Autobahn bugsieren können.

In Pasewalk rutschten Autos auf der Bundesstraße 109 ineinander, so dass es kurzzeitig zu Behinderungen kam. Bei Poggendorf (Kreis Vorpommern-Greifswald) stürzte - vermutlich verursacht vom nassen, schweren Schnee sowie Windböen - ein Baum auf die Straße nach Loitz, die zeitweise gesperrt war.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt waren in Vorpommern und der Uckermark mehrere Zentimeter Schnee gefallen und liegen geblieben. An der Seenplatte begann es bei etwa zwei Grad am Morgen zu tauen. Im Westen des Landes war es noch wärmer, so dass der Niederschlag als Regen fiel und es laut Polizei keine Probleme gab.

Sturmtief "Evi" folgt am Donnerstag

Mit Sturm, Schneeregen- und Graupelschauern meldet sich der Winter in den nächsten Tagen zurück. Wie die Wetterportale berichten, wird es bereits heute im ganzem Land nass und windig. Örtlich sind heftige Graupel- und Schnee-Gewitter möglich.

Immer wieder ziehen teils schauerartige Niederschläge durch. Örtlich sind auch kurze Wintergewitter mit Schneeregen und Graupel möglich.

Am Donnerstag wird ein heftiger Sturm mit Orkanböen erwartet und laut den Wetterportalen trifft dieser insbesondere die nördliche Landesmitte.

Sturm ist am Wochenende schon wieder vergessen. Am Sonnabend breiten sich Schneefälle und kurze Wintergewitter weiter aus. Weiterhin ist daher mit Glätte und Eis auf den Straßen zu rechnen.