Eickelberg : Allrounder bei der Gartenarbeit

Achtung! Hier wird scharf geschnitten: Auf die Sichel mit dem Holzgriff will Hobbygärtnerin Elke Woitke nicht verzichten.
Achtung! Hier wird scharf geschnitten: Auf die Sichel mit dem Holzgriff will Hobbygärtnerin Elke Woitke nicht verzichten.

Eine kleine Sichel ist für Hobbygärtnerin Elke Woitke der verlängerte Arm, wenn sie in ihrer grünen Oase werkelt

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26. Januar 2020, 19:00 Uhr

„Ratsch-ratsch, ratsch-ratsch“ – schnell und behände schneidet Elke Woitke abgestorbene Staudenstängel ab. Sie hält den ganzen abgestorbenen Busch in der linken Hand und ratscht mit einer Sichel und ein, zwei Anläufen ganz fix das Gesträuch herunter.

„Ja, diese Gartensichel möchte ich nicht missen. Ich habe viele Gartengeräte – kleine, große, handliche und unhandliche“, erzählt die Eickelbergerin und lacht. „Doch diese Gartensichel nutze ich am meisten. Selbst mein Mann passt auf, damit sie nicht verloren geht. Die Gartensichel oder auch Sensenhacke, wie ich sie manchmal nenne, ist mein absolutes Lieblingsstück.“

Die 68-Jährige war Erzieherin und Tischlerin. Ihr Traumberuf aber war Gärtner, wie ihr Vater, bei dem sie sich viel abgesehen hatte. Die Gärtnerei wurde zwar nicht Berufung aber Hobby.

1989 kauften sich Elke und Michael Woitke in Eickelberg ein Haus mit einem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück. Eine Herausforderung für die Hobbygärtnerin, denn der Außenbereich war völlig verwildert. Sie hatte konkreten Vorstellungen, wie sie ihren Garten gestalten wollte. Naturnah vor allen Dingen und in die Natur ringsum auslaufend.

Beim Umsetzen der Ideen wurde die Sichel eine wichtige Hilfe. Schon bald merkte sie, dass diese mit den Sägezähnen an der Innenseite und dem Holzgriff unverzichtbar ist. „Die Sichel wurde mein verlängerter Arm“, erklärt Elke Woitke. „Mit ihr bin ich auf allen Vieren durch den Garten gekrochen, habe alles abgeschnitten, was weg sollte. Andere Stauden blieben stehen. So war ich beim Arbeiten oftmals nicht zu sehen. Wenn mein Mann mich suchte, brauchte er nicht zu rufen, sondern nur auf das Ratsch-ratsch-Geräusch zu hören. Schon wusste er, hinter welchem Gebüsch ich gerade verborgen war“, erzählt sie mit einem verschmitzten Lächeln.

Abgestorbene Blätter auf Beeten oder das Unkraut zwischen den Gehwegplatten sind vor Elke Woitke nicht sicher. Mit der Sichelspitze wird dem der Garaus gemacht. Ein sehr vielseitig verwendbares Instrument also – „einfach perfekt!“

Nicht immer perfekt läuft es, wenn Elke Woitke im Garten wuselt und dabei ihre Gedanken auf Reisen gehen. Dann kann es passieren, dass die Eickelbergerin die Gartensichel zur Seite legt und die plötzlich unter Bergen von Grünschnitt verschwindet. „Dann suche ich sie wie verrückt. Deshalb hatte ich den Griff mal angemalt und auch ein farbiges Band angebunden, um es an die Schubkarre zu hängen.“ Dennoch passierte es, dass die Sichel einmal auf dem Kompost landete. „Ich war völlig verzweifelt. Aber mein Michael hat sie mir noch immer wieder irgendwo ausgebuddelt...“



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