Serie: „10 Minuten..." : An der Kreuzung Am Forsthof in Bützow

Blick aufs Schloss: An der Kreuzung Wismarer Straße/Am Forsthof scheint der Verkehr tagsüber nicht zu enden.
Blick aufs Schloss: An der Kreuzung Wismarer Straße/Am Forsthof scheint der Verkehr tagsüber nicht zu enden.

Viel los an der Einmündung Am Forsthof in die Wismarer Straße

nnn.de von
12. Februar 2019, 05:00 Uhr

Wer sich tagsüber mal für zehn Minuten an eine der meist befahrenen Stellen Bützows stellt, dem wird klar: Autos dominieren unsere Lebenswelt. Denn der Verkehr an der Einmündung Am Forsthof in die Wismarer Straße scheint nie zu enden.

In einem gleich bleibenden Rhythmus fahren die Autos mal von links aus der Wismarer Straße kommend geradeaus in die Schlossstraße oder nach rechts in die Straße Am Forsthof. Nach einer kurzen Pause sind die Fahrzeuge dran, die von rechts kommen. Und wieder startet ein neuer Takt.

Da fällt mir der Film mit dem seltsamen Namen „Koyaanisqatsi“ ein: „Leben im Ungleichgewicht“ heißt das in der Sprache des nordamerikanischen Indianerstamms der Hopi. Der Streifen aus dem Jahr 1982 zeigt städtisches Leben im Zeitraffer und Natur in Zeitlupe. Kombiniert mit minimalistischer Musik, ergibt das Zivilisationskritik ohne jede Sprache.

Erstaunlich ist aber auch, dass sich das Zeitgefühl und die Wahrnehmung der Umgebung plötzlich verändern können, nur weil jemand zehn Minuten lang auf einer Stelle bleibt. Ohne auf das grüne Männchen zu warten, wandert der Blick zum Kranführer, der nach unten klettert, zu den wandernden Wolken und Schatten. Für einen Moment kehrt Ruhe ein. Dann geht es weiter.

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