Lebensgefahr : Bahnanlagen sind keine Spielplätze

Kein Ort zum Spielen: An Bahnanlagen und -übergängen droht Lebensgefahr.
Kein Ort zum Spielen: An Bahnanlagen und -übergängen droht Lebensgefahr.

Bundespolizei warnt vor den Risiken, Waggons oder Strommasten zum Toben zu missbrauchen

nnn.de von
11. Juli 2018, 05:00 Uhr

Für viele Kinder bedeuten die Ferien auch Langeweile. Das kann dazu führen, dass die Kinder sich Plätze zum Spielen suchen, die mitunter dafür absolut nicht geeignet sind. Zum Beispiel Bahnanlagen. Das birgt immense Gefahren, wie Frank Schmoll, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Rostock warnt.

„Immer wieder, aber insbesondere in der Ferienzeit, kommt es zu Einsätzen der Bundes- und Landespolizei“, so Frank Schmoll. Auslöser seien Bahnstromunfälle von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden. Folgen können schwere Verletzungen sein, das Spielen an Gleisen kann aber auch tödlich enden.

Eine der größten Gefahren an Bahnanlagen stellt der bis zu 15 000 Volt starke Strom, der durch die Oberleitungen der Bahn fließt, dar. Besonders gefährlich: Man muss nicht einmal die Oberleitungen berühren. „Das bloße Annähern kann zu einem lebensbedrohlichen Stromüberschlag führen“, weiß Frank Schmoll.

Zu den häufigsten Unfallursachen gehören das Klettern auf Waggons oder Strommasten und das S-Bahn-Surfen. Erst kürzlich wurde in Rostock ein 13-Jähriger dabei erwischt, als er versuchte, quasi außerhalb an der S-Bahn mitzufahren. Der Jugendliche wurde aber noch rechtzeitig erkannt, wodurch Schlimmeres verhindert werden konnte. „Aber auch spielende Kinder am Gleis oder das Auflegen von Steinen und anderen Gegenständen auf den Gleiskörper führen regelmäßig zu Einsätzen der Polizei“, erklärt Frank Schmoll. Deswegen betont er den wichtigsten Grundsatz: „Bahnanlagen sind keine Spielplätze. Es ist verboten, sie zu betreten.“ Auch bei dem Gedanken, dass die Gefahr bei einem Foto oder Selfie im Gleis oder das Abkürzen über die Gleise berechenbar scheint, droht ein lebensgefährliches Risiko. Denn Züge können nicht ausweichen und haben mitunter einen Bremsweg von bis zu 1000 Metern. „Auch die hohe Geschwindigkeit und die Tatsache, dass man die Züge erst spät hört, sollte nicht unterschätzt werden“, mahnt Frank Schmoll. Er appelliert an die Eltern, sodass Urlaub und Ferien nicht im Albtraum enden: „Sensibilisieren Sie ihre Kinder auf die Gefahren, damit Schlimmeres vermieden werden kann.“
 

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