Neuendorf : Die roten Latzhosen siegen

Tor! Zehn Mal klingelte es insgesamt beim Latzhosen-Duell in Neuendorf. Fotos: Kerstin Erz
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Tor! Zehn Mal klingelte es insgesamt beim Latzhosen-Duell in Neuendorf. Fotos: Kerstin Erz

Eine Gaudi an Himmlefahrt.

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31. Mai 2019, 05:00 Uhr

Die roten Latzhosen belagern das Tor. Immer wieder zwingen sie Torwart Jens Lötter von den grün-blauen Latzhosen zu höchster Aufmerksamkeit. „Schuss und... „Nein! Da kommt kein Ball durch. Dabei ist er doch gar nicht so breit wie das Tor...“ Und wieder hält er den Ball. Unterbrechung: Für so viel Einsatz gibt es die blaue Karte von Schiedsrichter Hartmut Kühn in Verbindung mit einem lütten Köhm.

Es ist das zehnte Latzhosenduell in Neuendorf. Menschen über Menschen sind gekommen, um das Fußballmatch zu verfolgen. Dieses Duell zwischen Peter Kramer und Klaus Griepentrog und ihren Mitarbeitern hat sich im Lauf der Jahre zu einem großen Volksfest an Himmelfahrt entwickelt. In diesem Jahr legt der organisierende Kulturverein Neuendorf noch eins drauf: Erstmalig treten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gegen die grünen und blauen Latzhosen an.

Viel Zeit zum Austrinken hat der Landwirt Jens Lötter in seinem Tor nicht, die Feuerfighter – die roten Latzhosen – drängen aufs Tor. In der ersten Halbzeit liegen sie mit 5:4 im Rückstand gegen die Landwirte von Klaus Griepentrog grüne Latzhosen und die Handwerker, Maschinisten von Peter Kramer (blaue Latzhosen). Das können sie nicht auf sich sitzen lassen, sie wollen gewinnen. Amtswehrführer Ralf Ackerhans lässt sich einwechseln. „Na, nun lauf doch auch! Nur mit Rumstehen kriegt ihr den Ball nicht ins Netz!“ „Tor! Nein, das Tor steht ja hinter der Linie.... Doch, das war der Ausgleich“ - die Sprüche der beiden Moderatoren Michael Lübke und Horst Schlemmer alias Stefan Warncke gehen so manches Mal bis unter die Gürtellinie. „Faul!, Faul! - Schiri, wo hast du dein Patent gemacht?“ Aber der Schiri reagiert schon: Faulspieler Marko Gleu muss 15 Liegestütze machen. Und Schlemmer zählt: „10,12, 12, 12, 13, 14, 14,...“ Nach etwa 30 Liegestützen ist er befreit. Der Strafstoß bringt den Feuerfightern dann das sechste, das Siegertor und den großen Pokal, einen versilberten Schraubstock der Firma Kramer.

Anschließend trafen sich alle zum gemütlichen Bier, zu Bratwurst, Eis, in der Hüpfburg, beim Basteln oder beim Erwachsenenkicker. Ein toller Tag dank zahlreicher Helfer.

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