Benitz : Ein Ort zum frische Milch tanken

Geschäftsführerin und Projektleiterin Kathrin Naumann möchte mit dem Regiopoint ihren Beitrag zum Gemeindeleben in Benitz leisten.
Geschäftsführerin und Projektleiterin Kathrin Naumann möchte mit dem Regiopoint ihren Beitrag zum Gemeindeleben in Benitz leisten.

Verkaufsstation und Rastplatz zugleich beim Groß Grenzer Agrarbetrieb geplant / Leader-Mittel ermöglichen Errichtung eines Regiopoints

nnn.de von
11. November 2017, 12:00 Uhr

Schon länger hat Kathrin Naumann, Geschäftsführerin des Agrarbetriebes Groß Grenz, den Gedanken mit sich herum getragen. Den Gedanken von einer Verkaufsstation direkt an der Straße für die Milch aus ihrem Betrieb, der rund 450 Milchkühe hält. Andernorts sind diese Verkaufsstationen als sogenannte Milchstationen bekannt. Doch da die wirtschaftliche Lage in den letzten Jahren nicht gerade mit schwarzen Zahlen um sich warf, blieb das Projekt unverwirklicht. Mit der jetzt zugesagten Leader-Förderung wagt sie nun aber die ersten Planungen. Rund 50 000 Euro stellt das europäische Maßnahmenprogramm zur Errichtung eines Regiopoints zur Direktvermarktung von Milch und regionalen Produkten in Benitz zur Verfügung. Der Eigenanteil des Betriebes liegt bei etwa 15 000 Euro.

„Mit dem Regiopoint bieten wir zum ersten Mal eine Verkaufsmöglichkeit von unseren Produkten hier im Ort an“, sagt Kathrin Naumann. „Dazu soll ein kleiner Verkaufsraum am Rande des Hofes errichtet werden, in dem sich die Leute selbst mit Milch von unseren Kühen versorgen können.“ Weiterhin werde es einen Verkaufsautomaten geben, der zwar keine Schokoriegel anbiete, dafür aber Eier, Honig und Apfelsaft von regionalen Partnern. So gibt es auch eine Kooperation mit dem ortsansässigen Verein „Miteinander Benitz-Brookhusen“, der das Obst aus den Gärten alter Gutshäuser von Benitz und Brockhusen beisteuert.

Zusätzlich sollen im Regiopoint ein Regal für eine Buchtauschbörse und Sitzmöglichkeiten sowie Fahrradständer geschaffen werden. „Damit wollen wir zusätzlich zum Verkaufsraum den Menschen auch eine Verweilmöglichkeit bieten. Wir lassen den Regiopoint zum Ort des Gespräches werden, wo sich die Leute aus dem Ort genauso treffen wie Vorbeireisende“, erklärt die Landwirtin.

Bewohner der umliegenden Gemeinden, die auf ihrem täglichen Weg nach Rostock durch Benitz fahren, würden genauso profitieren wie Touristen, die den Fernradweg Berlin–Kopenhagen nutzen. Deshalb werde es auch eine Reihe von Informationsangeboten im und am Verkaufsraum geben. Tafeln sollen über die Region und die regionale Landwirtschaft kundig machen. „Es ist wichtig, dass wir Landwirtschaft auch transparent machen“, meint Kathrin Naumann.

Die Leader-Förderung soll die Errichtung des Verkaufsraumes mitsamt Infrastruktur, die Stromversorgung, die Sitzplätze, die technische Ausrüstung der Verkaufsautomaten, die Informationstafeln und die gesamte Planungsleistung umfassen. Im Frühjahr 2018 rechnet Kathrin Naumann mit dem Zuwendungsbescheid des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. Damit könne dann im Sommer mit der Errichtung des Regiopoints begonnen werden.

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