Frische Kräfte für Zerniner Wehr

Absolvierten die Grundausbildung erfolgreich und sind nun Feuerwehrmänner: Henry Karsten und Philipp Wallner (3. und 4. v.l.) wurden dafür von Bürgermeister Ingo Sander, Wehrführer Volker Frost-Ziegert und dem stellvertretendem Wehrführer Christoph Wallner beglückwünscht.
Absolvierten die Grundausbildung erfolgreich und sind nun Feuerwehrmänner: Henry Karsten und Philipp Wallner (3. und 4. v.l.) wurden dafür von Bürgermeister Ingo Sander, Wehrführer Volker Frost-Ziegert und dem stellvertretendem Wehrführer Christoph Wallner beglückwünscht.

Freiwillige Feuerwehr freut sich über drei Neuzugänge und blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück

nnn.de von
09. Januar 2019, 05:00 Uhr

Auf ein positives Jahr 2018 blicken die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zernin zurück. „Wir hatten uns viele Aufgaben vorgenommen und diese auch erledigt“, sagt Wehrführer Volker Frost-Ziegert. Groß ist beispielsweise die Freude darüber, dass das Dach des Gerätehauses repariert wurde. „Der Schulungsraum ist endlich wieder trocken.“ Der Wehrführer musste den Raum zwischenzeitlich sogar sperren, da Feuchtigkeit eindrang. „Wasser und Strom... Das ist gefährlich“, weiß Volker Frost-Ziegert. Die Gemeinde ließ das Dach reparieren, den entstandenen Schaden im Innenbereich wollen die Kameraden nun in Eigenregie angehen.

Weniger erfreulich war, dass der Zerniner Mannchaftstransportwagen nicht durch den TÜV kam. Eine Lösung musste her. Und dafür sorgten die Blauröcke selbst. Über Jahre hinweg gesammelte Spenden wurden dafür eingesetzt, einen Transporter vom Katastrophenschutz in Schwerin abzukaufen. Der Wagen wurde dann beklebt, sodass er als Feuerwehr-Auto erkenntlich ist. Zusammen kostete das ungefähr 3500 Euro. Kein Schnäppchen für eine Dorf-Feuerwehr. Inzwischen können Nachwuchs und Aktive den neuen, alten Mannschaftstransportwagen nutzen. „Fahrzeugtechnisch sind wir wieder voll ausgestattet“, sagt der Wehrführer, allerdings mit dem bitteren Beigeschmack, dafür Spenden einsetzen zu müssen.

Ganz ohne bitteren Beigeschmack, sondern einzig und allein voller Freude berichtet Volker Frost-Ziegert, dass 2018 mit Tom Warkentin, Harald Krause und Tino Rieck drei neue Mitglieder in die Wehr aufgenommen wurden. Personell sei die Freiwillige Feuerwehr Zernin „seit Jahren auf dem aufsteigenden Ast“. Mittlerweile zählt die Wehr 23 aktive Kameraden, acht Jugendmitglieder, zehn Ehrenmitglieder und fünf fördernde Mitglieder. Für ein Dorf wie Zernin gar nicht schlecht, weiß der Wehrführer.

Personell ist die Wehr also für den Ernstfall gewappnet. Dazu kam es im vergangenen Jahr sieben Mal. Zwei Einsätze waren durch Brände bedingt, fünf Mal leisteten die Blauröcke technische Hilfeleistung. Die Zahl der Einsätze ist für die Zerniner damit rückgängig. „In den vergangenen Jahren hatten wir meist zwischen zehn und zwölf Einsätze“, sagt Volker Frost-Ziegert.

Um für alle Fälle gewappnet zu sein, ist aber nicht einzig und allein die Personalstärke ausschlaggebend. Die Kameraden müssen auch über das nötige Wissen verfügen. Um das weiterzugeben, absolvierten Stephan Jager und Enrico Schröder erfolgreich die Ausbildung zum Jugendwart. Volker Frost-Ziegert bildete sich zudem zum Verbandsführer fort. „Fachlich haben wir uns stark weiterentwickelt“, ist der Wehrführer überzeugt.

Zur Auswertung eines Jahres gehört bei den Blauröcken auch immer das Ehren und Auszeichnen von Kameraden. Geehrt wurde Andreas Tetzlaff für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Zerniner Wehr.

Zudem wurde Henry Karsten und Philipp Wallner der Dienstgrad des Feuerwehrmanns verliehen, nachdem sie ihre Grundausbildungen erfolgreich absolvierten. Außerdem wurde Stephan Jager nun zum Löschmeister befördert.

Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass der stellvertretende Wehrführer Christoph Wallner bekanntgab, dass er aus privaten Gründen Zernin verlassen muss. Fachlich und menschlich ein Verlust für die Feuerwehr, zumal die Suche nach einem neuen Stellvertreter nicht einfach werden wird, wie Volker Frost-Ziegert aus Erfahrung weiß.

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