Karcheez : Furche zum Schutz des Maisfelds

Ein tiefe Furche begrenzt den Feldweg zwischen Karcheez und der L 171, damit Autofahrer auf der Suche nach einer Abkürzung nicht über das bestellten Feld fahren.
Ein tiefe Furche begrenzt den Feldweg zwischen Karcheez und der L 171, damit Autofahrer auf der Suche nach einer Abkürzung nicht über das bestellten Feld fahren.

SVZ-Leser Ronny Katschmareck ist erschrocken über den Eingriff des Landwirts – eine Ortsbegehung bringt Aufschluss

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13. Juni 2019, 05:00 Uhr

Ein tiefe Furche zieht sich entlang des Feldweges zwischen Karcheez und der Landesstraße 171. „Teilweise ist die Tiefe des Grabens bis 40 Zentimeter zu messen gewesen“, sagt SVZ-Leser Ronny Katschmareck und fügt hinzu: „Durch den Graben haben Fahrzeuge, die sich entgegen kommen, keine Möglichkeit auszuweichen.“ Im Hinblick auf die bevorstehenden Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Karcheez und die damit verbundene Vollsperrung, sorgt sich der Anwohner nun um diese Ausweichstrecke über das Feld und appelliert an Bürgermeister Karl-Heinz Kissmann und Bau- und Ordnungsamt-Leiter Harald Teichmann sich der Sache anzunehmen.

Flugs gab es einen Ortstermin gemeinsam mit dem betroffenen Landwirt, der die Furche offenbar als Schutz seiner Feldfrüchte gezogen hatte. Harald Teichmann: „Die landwirtschaftlichen Flächen sind beidseitig mit Mais bestellt. Es ist zunehmend festzustellen, dass Kraftfahrer, die vermutlich eine Abkürzung suchen, den Weg benutzen, dieser aber nicht wirklich genutzt wird, sondern es werden neue Wege auf dem bestellten Maisfeld gefahren.“ Der Landwirt habe demnach eine Pflugfurche als natürliche Wegbegrenzung an dem Feldweg, der zu einem Teil der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und auf 120 Metern Länge, als Anschlussstück an die L171, dem Bauern gehört, gezogen.

Aber was ist mit der Breite? „Der Weg hat eine maximale Breite von 2,5 Metern, doch größtenteils ist dieser Weg nur noch auf 2 Meter Breite begrenzt“, schildert Ronny Katschmareck seine Beobachtung. Wenn der Weg aber dem öffentlichen Straßenverkehr zuzurechnen sei, dann müsse er doch mindestens vier Meter breit sein, erklärt der Karcheezer seine Auffassung. „Der Weg ist weiterhin im Durchschnitt 5 Meter breit und auch nach den heftigen Niederschlägen der Nacht noch befahrbar“, erklärt indes Amtsleiter Harald Teichmann am Dienstagvormittag, nachdem er sich vor Ort ein Bild machen konnte.

„Die geplante Baumaßnahmen auf der Wegeseite sind noch nicht begonnen worden. Es werden weitere Alternativen für mögliche Ausweichstellen im Zusammenhang mit dem Straßenbau gesucht“, verspricht Teichmann. Geplant ist die Kompletterneuerung der Durchgangsstraße durch Karcheez. 640 000 Euro werden hier investiert. Neue Straßen und Gehwege, ein neues Regenwassernetz sowie eine neue Beleuchtung stehen im Bauplan. Auch ein Wendehammer soll entstehen.

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