Baumgarten : Historischen Weg der Zeit anpassen

Uneben und mit vielen Wasserlöchern zeigt sich der Landweg zwischen Qualitz und Laase in diesen Tagen.
Uneben und mit vielen Wasserlöchern zeigt sich der Landweg zwischen Qualitz und Laase in diesen Tagen.

Gemeinde möchte zwischen Qualitz und Laase Betonspurbahn anlegen.

von
15. März 2019, 05:00 Uhr

Die Gemeinde Baumgarten möchte einen weiteren Weg zwischen zwei Ortsteilen auf Vordermann bringen. Die Gemeindevertreter stimmten dem Vorhaben „Ländlicher Wegebau Qualitz-Laase“ auf der jüngsten Sitzung zu. Fünf der sechs anwesenden Gemeindevertreter votierten mit „Ja“. Es gab eine Stimmenthaltung.

Ob und wann das Bauvorhaben umgesetzt werden kann, steht aber noch nicht fest. Denn alles hängt natürlich auch vom Geld ab. Auf rund 880 000 Euro werden die Gesamtkosten geschätzt. Die Gemeinde möchte dafür 75 Prozent Fördermittel einwerben, setzt auf die Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung.

„Dieser Weg stellt mit einer Länge von 2860 Metern eine wichtige Verbindung dar und verkürzt die Fahrstrecke auf circa 50 Prozent“, heißt es in der Begründung für diese Baumaßnahme. Bisher ist der Weg unbefestigt und insbesondere bei großer Nässe nur eingeschränkt nutzbar. Eine Betonspurbahn soll die Situation verbessern.

„Es geht darum, die Orte unserer Gemeinde zu verbinden“, sagt Bürgermeisterin Astrid Peters. Davon sollen aber nicht nur Autofahrern und Landwirten profitieren. Ziel sei es, die Bereiche zwischen den Orten für besser zugänglich zu machen. Zum Beispiel für Wanderer und Radfahrer. Also auch für den Tourismus, sagt die Bürgermeisterin.

Im vergangen Jahr hatte die Gemeinde den Landweg zwischen Katelbogen und Qualitz in Schuss gebracht. „Der wird mittlerweile gut angenommen“, sagt Astrid Peters. Auch dort habe man bewusst keine vollständige Versiegelung der Flächen ins Auge gefasst, sondern ebenfalls auf eine Betonspurbahn gesetzt, um den Eingriff in die Natur verträglich zu gestalten. Den wird es natürlich auch bei einem möglichen Bauvorhaben zwischen Laase und Qualitz geben. Denn der Weg verläuft „in großen Abschnitten als Hohlweg zwischen zwei Baumreihen. Zum Schutz der Bäume kann hier auf Erdarbeiten verzichtet werden“, heißt es in der Projektbeschreibung des beauftragten Ingenieurbüros aus Bützow. Das Höhenniveau der Oberfläche der Betonspurbahn soll so angehoben werden, dass das anfallende Wasser „ungehindert seitlich“ abfließen kann. Auch dadurch würden Erdarbeiten reduziert. Zudem ist als „landschaftpflegerischer Ausgleich das Anlegen einer Streuobstwiese in Qualitz geplant“.

Unter der Voraussetzung der Förderung soll das Bauvorhaben im kommenden Jahr umgesetzt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen