Bützow : Kunsthaus wird stabilisiert

Ist ein Treffpunkt der Kunst: Nun soll die Fassade des Hauses Langestraße 20 saniert werden.
Ist ein Treffpunkt der Kunst: Nun soll die Fassade des Hauses Langestraße 20 saniert werden.

Fenster, Türen und Fassade werden ebenfalls erneuert.

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14. März 2019, 20:00 Uhr

Eine Personalausstellung des Bützower Künstlers Wolfgang Severin-Iben ist gegenwärtig im Kunsthaus in Bützow zu sehen. Anlässlich seines 70. Geburtstages füllen die Werke des Jubilars alle Räume in der ersten Etage. In einem der hinteren Räume spürt der Besucher, dass der Fußboden sich neigt. Diese Neigung ist ein Zeichen dafür, dass es in dem Haus Langestraße 20 statische Probleme gibt. Das wurde auch untersucht, sagt Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos).

Dieses Problem soll nun angegangen werden. Aber noch viel mehr. Neben der „Fundament-Ertüchtigung“ sollen auch die Fenster und Türen saniert und die Fassade neu gestaltet werden. Dafür wird die Stadt Geld aus der Stadtsanierung einsetzen.

„Wir haben jetzt einen Bauantrag gestellt“, erklärt Bauamtsleiterin Doris Zich. Wenn der durch ist, gehe es in die Ausschreibung. Geplant sind Kosten in Höhe von rund 500 000 Euro. „93 000 Euro davon sind schon durchfinanziert“, sagt Doris Zich. Alles andere werde mit den weiteren Planungen über das Sanierungsprogramm erfolgen, wenn der Bauantrag bestätigt ist. Das Bauvorhaben ist Teil des aktuellen Maßnahmeprogramms Stadtsanierung, das die Stadtvertreter beschlossen haben.

Das Kunsthaus feierte im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Zunächst hatte Karl-Werner Zießnitz nur eine Ausstellung zum Stadtfest geplant. Dazu nutzte er das seinerzeit leer stehende Gebäude. Die Ausstellung fand so reges Interesse, dass der Bützower Gleichgesinnte um sich scharte und weitere Aktionen in diesem Haus plante. Mittlerweile ist die Langestraße 20 zu einer weit über die Stadtgrenzen hinaus, im ganzen Land anerkannte Adresse für moderne Kunst geworden. Namhafte Künstler zeigten hier schon ihre Werke, aber auch Frauen und Männer, die die Malerei aus Leidenschaft oder als Hobby betreiben. Es gibt eine Dauerausstellung von Künstlern aus Mecklenburg-Vorpommern und im Dachgeschoss ein Atelier, in dem Gleichgesinnte ihrer Leidenschaft , dem Malen, frönen können.

Das Haus Langestraße 20 gehörte zunächst einer Erbengemeinschaft. Es war viele Jahre nach der Wende Wohnhaus, doch immer mehr Mieter zogen aus. Vor zehn Jahren, als das Haus schon leer gezogen war, standen die Stadt und ein Privat-Mann im Grundbuch. Im Jahr 2009, ein Jahr nachdem das Haus das erste Mal als Ort der Kunst genutzt wurde, bot der Privat-Mann seinen Teil der Stadt als Schenkung an. Nach einem Beschluss der Stadtvertreter wurde die Stadt Alleineigentümer des Hauses. Das erleichterte in den Folgejahren auch bauliche Maßnahmen.

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