Bützow/Kurzen Trechow : Landkreis Rostock warnt vor Blaualgen

In Kurzen Trechow: Die Gemeinde Bernitt warnt die Bevölkerung vor möglichen Gefahren.
In Kurzen Trechow: Die Gemeinde Bernitt warnt die Bevölkerung vor möglichen Gefahren.

Merkblätter am Rühner See und am Trechower See weisen auf Risiken hin.

nnn.de von
09. August 2019, 20:00 Uhr

Vor Blaualgen im Wasser warnt das Gesundheitsamt des Landkreises Rostock beim Baden im Rühner See und im Trechower See in Kurzen Trechow. Die Stadt Bützow und die Gemeinde Bernitt haben Warnschilder aufgestellt.

Ein Badeverbot gilt im Gebiet des Landkreises Rostcok nur für den Göldenitzer See. Warnungen hat der Kreis für folgende weitere Gewässer angeordnet: Sildemower See, Stassower See, Alt Stassow, Horster See, Gemeinde Horst bei Grimmen, Langer See, Wendfeld und Teterower See.
Cyanobakterien, auch „Blaualgen“ genannt, vermehren sich in stehenden, nährstoffreichen Gewässern insbesondere im Sommer. Neben der Fließeigenschaft des Gewässers seien Massenentwicklungen häufig eine Folge von Überdüngung der Gewässer mit Stickstoff und Phosphor oder von Abschwemmungen von landwirtschaftlich genutzten Flächen oder versiegelten Flächen – besonders nach Starkregen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Blaualgen kommen in der mittleren Ostsee und in Binnengewässern vor. Es sind Bakterien, die wie Algen zur Fotosynthese fähig sind. Der Name „Blaualgen“ ist auf den Farbstoff Phycocyanin zurückzuführen – ist jedoch irreführend. Viele Cyanobakterien sind in der Lage, Gifte zu bilden.

Nach Kontakt mit den Cyanobakterien können Haut- und Schleimhaut gereizt sein. Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen, gelegentlich auch allergische Reaktionen können auftreten. Nach dem Schlucken von belastetem Wasser kann es kurz danach zu Magen-Darm-Symptomen kommen, die bis zu fünf Tagen anhalten. Kinder – insbesondere im Krabbelalter – sind besonders gefährdet, da sie sich im flachen Wasser aufhalten. Es besteht häufig Hand- Mund-Kontakt, Wasser gelangt beim Spielen in die Ohren.

Personen seien besonders betroffen, wenn sie im Flachwasser spielen oder beim Schwimmen lernen größere Wassermengen schlucken sowie Sportarten wie Wasserski, Windsurfen und Tauchen betrieben, schreibt die Pressestelle des Landkreises Rostock.

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