Lernen, um Ausbilder auszubilden

Wissensvermittlung in der „guten Stube“: Martin Vorbeck (l.), Landwirt in vierter Generation, erzählte gestern den Gästen aus dem Kaukasus unter anderem die Geschichte des Hofes.
Wissensvermittlung in der „guten Stube“: Martin Vorbeck (l.), Landwirt in vierter Generation, erzählte gestern den Gästen aus dem Kaukasus unter anderem die Geschichte des Hofes.

Gemeinsames Projekt von Bund und Wirtschaft des Landes führte Aserbaidschaner nach Jabelitz

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22. Januar 2020, 05:00 Uhr

Nicht nur im Stall war gestern Martin Vorbeck gefragt, sondern auch in der guten Stube auf seinem Bauernhof in Jabelitz. Dort empfing der Landwirt Frauen und Männer aus Aserbaidschan. Es sind Teilnehmer eines Projektes des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und des Bildungswerkes der Wirtschaft in MV.

Die Gäste sind Vertreter von Schulen sowie von Firmen in Aserbaidschan. Sie sollen hier Erfahrungen sammeln und lernen, wie Berufsausbildung funktioniert. „Die duale Ausbildung wie wir sie hier in Deutschland kennen, gibt es woanders nicht“, erklärt Gastgeberin Franziska Vorbeck vom Bildungswerk der Wirtschaft. Die Kooperationspartner hier in Deutschland und vor Ort im Südkaukasus haben sich zur Aufgabe gemacht, Firmen und Schulen beim Aufbau der Berufsausbildung zu unterstützen. So soll die Wirtschaft in den Ländern im Südkaukasus gestärkt werden. Dazu gehören neben Aserbaidschan auch Georgien und Armenien, erklärt Franziska Vorbeck. Das länderübergreifende Projekt gebe es seit 2015. Die zehn Teilnehmer, die sich gestern auf dem Hof von Martin Vorbeck umschauten, werden unter anderem heute das Fleischverarbeitungswerk von Edeka kennenlernen und auch die Werft in Stralsund. Dort werden die Frauen und Männer – sie kommen aus Schulen sowie aus der Auto- und der Textilindustrie sowie der Tourismusbranche – am Ende der Woche auch eine Prüfung schreiben. So sollen sie in ihrer Heimat mit ihrem Wissen dazu beitragen, Lehrausbilder und Lernmethoden zu entwickeln.

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