Bützow : Meist Radfahrer zu Gast

Bett und Frühstück für Urlauber: Michel Kilindo betreibt die Mühlenvilla in Bützow und beherbergt zu fast 80 Prozent Gäste, die auf Rädern unterwegs sind.
Bett und Frühstück für Urlauber: Michel Kilindo betreibt die Mühlenvilla in Bützow und beherbergt zu fast 80 Prozent Gäste, die auf Rädern unterwegs sind.

Ferienstart – heute: Michel Kilindo bietet Bett und Frühstück an.

nnn.de von
06. Juli 2019, 16:00 Uhr

Michel Kilindo sitzt im Frühstücksraum und genießt ihren Kaffee. Die Gäste, zwei kleine Reisegruppen auf Fahrrädern, sind bereits aufgebrochen. „Immer mehr sind auf Rädern unterwegs“, sagt die gebürtige Engländerin, die seit mehr als vier Jahren „Bed and Breakfast“ in der Mühlenvilla in Bützow gegenüber vom Hafen anbietet.

„Im vergangenen Jahr hatte ich etwa 400 Gäste. Davon waren fast 80 Prozent mit dem Fahrrad unterwegs“, sagt die Unternehmerin. Kein Wunder, denn Bützow liegt auf den Strecken von zwei Fernradwegen, einem regionalen Radweg durchs Warnowtal und zwei so genannten Schleifenrouten. Das sind Strecken, mit denen in Deutschland und in der Schweiz auf das Thema Brustkrebs aufmerksam gemacht werden soll.

Mindestens fünf Strecken sprachen also dafür, bei der Eröffnung der Herberge den Radtourismus zu beachten. Michel Kilindo meldete ihren Betrieb auf der Internet-Seite des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs an, später bei einem anderen Portal. Außerdem gibt es eine eigene Website – erst in Kürze allerdings auf Deutsch.

Während andere im Februar noch gern am Kamin sitzen, plant so mancher Radfahrer bereits die nächste Tour. Bereits ab März nimmt Michel Kilindo Gäste in der Mühlenvilla auf. Die Saison läuft bis November.

Und das Altersspektrum reicht von sechs Wochen – im Fahrradanhänger natürlich – bis zu 80 Jahren. Viele Radtouristen fahren auf den Fernradwegen. Manche halten sich dagegen lieber abseits.

Aufgehorcht hat die Bützowerin letztens, als sie von einer zweiwöchigen Tour erfuhr: von Rostock an der Ostsee entlang bis Polen mit der Endstation Bützow. Diese kleine Warnowstadt erfreue sich immer größerer Beliebtheit, auch weil hier ein Bahn-Knotenpunkt ist.

„In diesem Jahr haben uns einige Gäste auch mal bis zu sechs Tage gebucht und Bützow als Basis genutzt, erzählt die 50-Jährige. Ein weiteres Argument: Bützow sei preiswerter als Warnemünde. So mancher Gast empfehle die Mühlenvilla in Bützow weiter, hört Michel Kilindo immer wieder.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen