Bützow : Nun kommt Leben ins Walddorf

Letzte Außenarbeiten am Gemeinschaftshaus im Walddorf: Birgit Czarschka (links) und Manuela Becker vom Miniaturstadt-Verein berichten aber bereits von sehr zufriedenen Gästen.
Letzte Außenarbeiten am Gemeinschaftshaus im Walddorf: Birgit Czarschka (links) und Manuela Becker vom Miniaturstadt-Verein berichten aber bereits von sehr zufriedenen Gästen.

Ferienstart – heute: Erste Übernachtungs-Gäste in der Miniaturstadt.

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01. Juli 2019, 20:00 Uhr

Die Hütten stehen, am Gemeinschaftshaus weisen nur noch eine Leiter und der provisorische Eingangsbereich darauf hin, dass dies das letzte Gebäude ist, das fertiggestellt wird. Nun müssen nur noch die Treppe und das Podest installiert werden. Die ersten Gäste waren da. Und bald können sich bis zu 30 Gäste bei schlechtem Wetter im Trockenen aufhalten. Ansonsten ist das Walddorf in der Miniaturstadt bereit für weitere Gäste. Bisher zählt die Einrichtung rund 10 000 Besucher im Jahr.

Die Premiere bei den Übernachtungen in der Miniaturstadt lief super. Zwei Lehrer und sieben Kinder aus der Ecolea -Schule in Güstrow verbrachten eine Nacht im Walddorf. Abends wurde natürlich gegrillt. „Sie waren alle voll zufrieden“, sagt Manuela Becker, die unter anderem das Frühstück für die Gäste gemacht hat. Für diese sei der Aufenthalt eine Art Abenteuer-Urlaub gewesen.

Allerdings: Die Betten in den Hütten sind 70 Zentimeter schmal. Deshalb hat ein Lehrer sein etwas breiteres Bett in der Lehrerhütte einem Schüler zur Verfügung gestellt. „Die Hütten sind im Prinzip stabile Zelte in luftiger Höhe. Der Standard entspricht einer Iso-Matte, und das vor sieben Jahren“, erläutert Birgit Czarschka, die Chefin der Miniaturstadt. So lange habe es gedauert, bis das Projekt abgeschlossen werden konnte. Am 12. Juni ist das Walddorf offiziell eröffnet worden.

Mit diesem neuen Angebot will der Förderverein Schulen und Leuten mit kleinem Portmonee die Möglichkeit bieten, für eine Nacht oder mehrere Tage ohne großen Komfort, Medien und W-Lan mehr in der Natur zu sein.

Nach dem Schließen der Tore um 18 Uhr sind die Gäste auf dem großen Gelände unter sich und können auch das Sozialgebäude nutzen – also auch als Schlafraum. Außerdem gibt es nun eine weitere Hütte, die Platz für vier weitere Betten hat und eine Hütte für Bälle, Tischtennisplatten und anderes Material.

Das Interesse an Übernachtungen im Walddorf sei da – und es sei auch im Vorfeld des Projekts abgefragt worden, berichtet Birgit Czarschka. Noch in diesem Monat will ein Seniorenpaar mit sechs Enkeln auf einer Radtour eine Nacht im Walddorf verbringen.

Der Förderverein der Miniaturstadt arbeitet zurzeit an einem Prospekt, das an alle Schulen in M-V und alle Touristeninformationen im Land geschickt werden soll. Außerdem setzt der Verein auf Mund-zu-Mund-Propaganda.

Auch die Lage der Miniaturstadt nennt Birgit Czarschka als Grund, warum Gruppen hier ein paar Tage und Nächte verbringen können: Der Pilzlehrpfad und der Kanuverein Bützow seien nur zwei Beispiele. Außersei der Bahnhof nur zehn Minuten entfernt – An- und Abreise sowie Ausflüge damit leicht zu organisieren.

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