Bützow : Reges Interesse an der Baustelle

Unerwartet großes Interesse: Mehr als 150 Menschen kamen zum Tag der offenen Tür zur Baustelle des DRK.  Fotos: Kerstin Erz
Unerwartet großes Interesse: Mehr als 150 Menschen kamen zum Tag der offenen Tür zur Baustelle des DRK. Fotos: Kerstin Erz

Das DRK lud zum Tag der offenen Tür zum geplanten Betreuten Wohnen ein.

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11. Juli 2019, 05:00 Uhr

Sie steht etwas erhöht. Schon zweimal hat sie zum Reden angesetzt, doch es kommen immer mehr Leute. So wartet sie und scharrt dann alle um sich, damit sie auch verstanden wird. „Also ich bin ganz schwer beeindruckt! Wir konnten im Vorfeld ja nicht einschätzen, wie viele Menschen zum heutigen Tag der offenen Tür kommen werden, aber mit so vielen Interessenten habe ich nicht gerechnet…“ Heike Dahm, die Leiterin des Betreuten Wohnens des DRK, begrüßt letztlich über 150 Menschen aus Bützow und Umgebung zum Tag der offenen Tür in der neuen Wohnanlage für Betreutes Wohnen Am Rostocker Tor.

Eigentlich ist die zukünftige Anlage noch eine Baustelle. Trotzdem hatte sich das DRK entschlossen, Interessierten einen ersten Einblick in ein, zwei Musterhäuser und die Anlage überhaupt zu gewähren.

Heike Dahm führt zunächst zusammen mit ihrer Kollegin Petra Deisting, der Leiterin des Betreuten Wohnens am Standort Bützow, die Menschen auf einem bereits fertigen Gehweg um die Anlage herum. Dabei erfahren die Gäste, dass die ersten von insgesamt 37 Wohnungen, nämlich die mit dem schönsten Blick auf den Bützower See, schon vergeben, viele andere aber noch zu haben sind.

Auffällig ist, dass die interessierten Gäste recht unterschiedlichen Alters waren. Der 36-jährige Tobias Gruntzel zum Beispiel: „Ich habe die Bauphase irgendwie immer beobachtet. Nun bin ich mit meiner Mutter hier. Aus Neugier.“ Für seine 56-jährige Mutter Roswitha ist das Betreute Wohnen noch lange nicht relevant. „Mich trieb die Neugierde her.“ Und so ist es bei vielen. Die 80-jährige Edda Schönfeld aus Warnow nutzt diesen Tag der offenen Tür für einen „Gruppen“-Ausflug. „Wir sind vier Frauen, die sich regelmäßig treffen. Als ich diesen Termin in der Zeitung las, habe ich meinen Freundinnen diesen Ausflug vorgeschlagen. Aber solange wir noch zu zweit in unserem Haus wohnen, denke ich für mich nicht ans Betreute Wohnen.“

Peter Müller dagegen denkt schon weiter: „Wir sind jetzt beide 75, haben eine schöne Wohnung in Bützow und noch fühlen wir uns fit. Aber man weiß ja nicht, was das Leben so vor hat mit uns. Darauf sollte man vorbereitet sein. Dieses Projekt habe ich übrigens in der Stadtvertretung mit befürwortet. Ärgerlich ist nur die Bauanfangsphase und dass die Kosten wieder auf den kleinen Mann umgewälzt werden!“

Heinz Hornburg denkt ebenso: „Keiner weiß, was kommt und ab wann man Hilfe braucht. Ich habe in Wendorf ein viel zu großes Haus. Und hier, das sieht ja gut aus. Die verschiedenen Farben der Häuser. Das Rot gefällt mir am besten. Man verliert hier aber seine persönliche Freiheit. Ich weiß, das ist nicht zu verhindern.“ „Die Räume sind natürlich sehr schön altersgerecht, ein bisschen klein, viel bekommt man da nicht unter. Die Terrasse ist sehr schmal“, so die 73-jährige Brunhild Wawrek. „14 Quadratmeter Wohnzimmer mit Küche ist echt nicht viel, aber für jemanden allein reicht das wohl. Ich war nur mal neugierig“, erklärt Dietmar Ullrich (54).

Aufgrund der vielen Menschen ist Heike Dahm die Führung ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Viele kommen nicht mit ihr mit, sondern schauen sich gleich in den Häusern um. Aber viele Fragen kommen, vordergründig zum Preis. Aber auch, was man in der Begegnungsstätte angeboten bekommt; Ob die öffentlich ist, also die Bützower auch kommen dürfen. Ob der Fußweg um das Gelände öffentlich ist, man also hier spazieren gehen kann. Um es kurz zu sagen: Die Begegnungsstätte wird öffentlich sein und viele Angebote nach Wunsch der Bürger haben. Und auch der Spazierweg wird öffentlich sein.

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