Qualitz : Sie erfüllt sich Musikträume

Eine junge Musikerin an einem nicht alltäglichen Insturment: Meta Adolphi begeistert immer wieder mit ihrem Spiel auf der Harfe, wie hier in der Eckelberger Kirche.
Eine junge Musikerin an einem nicht alltäglichen Insturment: Meta Adolphi begeistert immer wieder mit ihrem Spiel auf der Harfe, wie hier in der Eckelberger Kirche.

Die 14-jährige Meta Adolphi begeistert Zuhörer mit ihrem Harfe-Spiel.

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04. Juni 2019, 05:00 Uhr

Sanft, doch bestimmt zupfen ihre schlanken Finger an den Saiten der Harfe. Dabei entlockt sie ihrem Instrument nicht nur hohe, helle und sanfte Töne, sondern auch dunkle und beinahe glockenartige Klänge. Sie wirken beruhigend auf die Zuhörer. Wohlverdienter Applaus hallt nach dem letzten Ton durch die Eickelberger Kulturkirche. Die erst 14-jährige Meta Adolphi aus Qualitz spielt Harfe.

In der zweiten oder dritten Klasse hat sie sich für dieses Instrument entschieden. Für ein Instrument, das eher eine Außenseiter-Rolle einnimmt. Ein im allgemeinen relativ unbeachtetes Instrument, dem Meta Adolphi Mit ihrem Können und ihren Auftritten Aufmerksamkeit in unserer Region verschafft.

Natürlich war es für sie auch nicht gleich das erste Musikinstrument. „Ich habe verschiedene ausprobiert“, erzählt sie. „Über mehrere Jahre spielte ich Flöte. Für ein halbes Jahr auch Klavier und Gitarre. Aber diese beiden Instrumente waren nicht meine. Das war mehr was für meinen kleinen Bruder (9), der Gitarre spielt, und meine große Schwester (16), die Klavier und Flöte lernt.“

Irgendwo im Hinterkopf, aus ihrer frühen, bewussten Kindheit, steckte ein Märchenfilm, indem eine Prinzessin Harfe spielte. „Das wollte ich seitdem immer können. Es ging nur leider nicht, weil die Musikschule Bützow keine Harfe und Harfenlehrerin hatte“, erzählt sie. Aber viele Jahre später, die Harfenprinzessin war eigentlich schon vergessen, da schenkte ihr eine Freundin der Familie eine Harfenprobestunde. Das war ein Gutschein für die Kreismusikschule Güstrow. „Erst wollte ich gar nicht hin, weil es eigentlich für mich überhaupt nicht mehr aktuell war. Dann habe ich mich aber doch aufgerafft, so nach dem Motto: Kannst es ja mal probieren“, erinnert sie sich.

In dieser Probestunde traf sie auf die über 70-jährige Lehrerin Ingrid Pohl. Die Chemie zwischen den beiden stimmte von Anfang an. Meta fand diese Lehrerin „total nett. Sie gab mir gleich das Gefühl, das könnte etwas werden.“ Zunächst wurde ein halbes Probejahr vereinbart. Das überstand sie mit Bravour und Ingrid Pohl behielt sie gern als Schülerin. „Fahrtechnisch ist das auch kein Problem“, ergänzt Papa Thomas Adolphi. „Nach der Schule fährt sie mit dem Zug nach Güstrow und meine Frau bringt sie nach der Arbeit aus Güstrow wieder mit.“

Darauf angesprochen, welche Bedeutung die Musik überhaupt für die junge Harfenistin hat, meint Meta: „Musik ist für mich eine Art Entspannung, obwohl Harfe sehr anstrengend ist. Auch wenn ich mal keine Lust habe: Ich kann mir nicht vorstellen, mit dem Harfenspiel aufzuhören.“

Meta Adolphi hat eine Pedalharfe. „Damit kann ich alles spielen, was das Klavier auch kann. Und es hört sich schön an.“ Natürlich hat sie an diversen Wettbewerben teilgenommen. Im nächsten Jahr wird es wieder ein „Jugend musiziert“ für Harfe als Soloinstrument geben. Darauf arbeitet sie bereits hin.

Aber sie spielte auch zum Krippenspiel oder auf dem Weihnachtsmarkt mit Flöte, Geige und Akkordeon zusammen. Sie ist auch schon auf dem Töpfermarkt in Qualitz aufgetreten, zur Ausstellungseröffnung im Krummen Haus und eben zur Wiedereröffnung der Eickelberger Kirche. Dort hinterließ sie einen großen Eindruck bei den Zuhörern.

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