Bützow : Über dem Dach und im Turm

Blick vom Dachreiter gen Norden: Über dem Kirchendach gibt es fantastische Ausblicke.
Blick vom Dachreiter gen Norden: Über dem Kirchendach gibt es fantastische Ausblicke.

Förderverein der Stiftskirche bietet Führungen an.

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09. September 2019, 12:00 Uhr

Manchmal ist es doch schön, wenn sich die professionellen „Wetterfrösche“ irren. Gestern war das der Fall. Davon profitierte, wer sich zu einer Führung durch die oberen Gefilde der Stiftskirche Bützow im Gotteshaus einfand.

Rainer Boldt, Mitglied im Förderverein Stiftskirche Bützow, führte als erster nach dem Festkonzert durch die Kirche. Das bedeute einen Perspektivwechsel, so der Bützower. Eben noch Gotteshaus, jetzt Denkmal. Kenntnisreich, aber ohne übertriebene Wiedergabe von Details berichtete er, warum die Kirche ein Denkmal von nationaler Bedeutung ist. Sie sei die Kirche des Bischofs gewesen, der in der Burg, üblicherweise „Schloss“ genannt, gewohnt habe. Im 13. Jahrhundert habe sei sie als Kollegiatstiftskirche der Residenz der Schweriner Bischöfe erbaut worden – eine dreischiffige Hallenkirche. Wichtig seien unter anderem der Altar, die Kanzel und das Taufbecken. Der Turm sollte eigentlich Teil des Kirchenschiffes werden, wurde dann aber doch davor gesetzt. Er stehe völlig auf hölzernen Pfeilern, berichtete Rainer Boldt. Das Kirchendach habe als eines von wenigen in Deutschland noch einen hölzernen Dachstuhl. Die Besucher konnten ihn sich bei einem Rundgang über dem Gewölbe anschauen und vom Dachreiter aus einen Blick über Bützow und die Umgebung werfen oder den Turm hinaufsteigen. Dort berichtete der Bützower, dass im nächsten Jahr zwei Glocken gegossen werden soll, um den mittelalterlichen Klang wieder hören zu können.

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