Bernitt : Viel Spaß beim Salsa

Sieht komisch aus, macht aber Spaß: Ever Polo gab übers Mikro Anweisungen, welche Schritte zum Salsa gehören.
Sieht komisch aus, macht aber Spaß: Ever Polo gab übers Mikro Anweisungen, welche Schritte zum Salsa gehören.

Percussionist bringt Besuchern des Brunchs lateinamerikanischen Tanz bei.

nnn.de von
28. Mai 2019, 05:00 Uhr

„Und eins, zwei, drei, vier, fünf sechs, sieben – und vor zwei, drei, … zurück vier, fünf– und ganz langsam im Uhrzeigersinn drehen: Auf der unebenen Wiese versuchen viele Leute, den Schritt-Anweisungen des Tanzlehrers Ever Polo zum Mambo zu folgen. Alle strahlen, auch wenn’s nicht ganz so fließend klappt und auch wenn das Wetter recht kühl und trübe ist.

„Das ist der sechste Brunch des Vereins „Kirche belebt“ im Pfarrgarten Bernitt. Sonst hatten wir immer strahlenden Sonnenschein und Hitze. Heute ist das Wetter leider nicht so schön“, bedauert Sylvia Gropp, die den Brunch organisiert hat. Trotz des Wetters waren aber viele Leute gekommen. Viele aus Güstrow, Bützow, Rostock – und alle haben Spaß an der Musik.

Die diesjährige Musikband zum Brunch war das Duo „La Prado Band“ mit dem 47-jährigen Milton Prado aus Peru und den 46-jährigen Ever Polo aus Kolumbien. Während Milton Prado als Spanischlehrer an der Werkstattschule in Rostock tätig ist, ist Ever Polo ein „Multikulti“, wie er von sich sagt. Er kellnert, ist Tanzlehrer für lateinamerikanische Tänze und wie Milton Prado Musiker.

Beide haben sich auch über die Musik in Rostock näher kennengelernt. Milton Prados Lebensplan A war eigentlich, Profimusiker zu werden. Er spielt Bass, Gitarre und singt dazu. „Aber als Profi bin ich nicht gut genug“, war er ehrlich zu sich selbst. Also holte er seinen Plan B, Lehrer zu werden, heraus und pflegt die Musik als Hobby. Mit Ever Polo zusammen. Dieser ist Percussionist und singt im Background. Dazu übernimmt er die Tanz-Anleitungen.

Wenn das Publikum tänzerisch richtig eingestimmt ist, dann legen die Zwei mit ihrer Musik los: Samba, Salsa, Mambo, Cha Cha Cha, Bossa-Nova, Merenge – in diesen Rhythmen singen und spielen sie „Besame mucho“ oder „Volare“.

Auch Kerstin Ewert (51) aus Sanitz und ihr guter Bekannter Uwe (65) aus Bad Doberan haben ganz offensichtlich Musik in ihrem Blut. Kerstin Ewert hat die lateinamerikanischen Tänze in Rostock in Tanzkursen gelernt. So machte sie auf dem Bernitter Gras-Parkett auch eine sehr gute Figur. „Ich liebe es, bei Live-Musik zu tanzen und fahre deshalb gern dorthin, wo Bands spielen und man dazu tanzen kann.“

Wer hier nicht aktiv mitmachte, schaut interessiert zuwie Heinz Hornburg aus Wendorf. Er freut sich über das tolle Fest und die Abwechslung. Auch Dagmar Turlach (72) aus Güstrow outet sich nicht als Tänzerin, zeigt sich aber beim Zuschauen sehr begeistert.

Wer sitzt und zuschaut hat, in der Regel eine Bratwurst, gegrillt von der Bernitter Feuerwehr, vor sich oder Kaffee und Kuchen, gebacken von den Mitgliedern des Vereins. „Jedes Jahr zählen wir immer so um die 100 Gäste. Ich staune. Aber trotz des Wetters sieht es so aus, als ob die heute auch wieder zusammenkommen“, meint Sylvia Gropp, während sie in die Runde schaut. „In der Mittagspause hatten wir eine Kirchenführung angeboten. Die wurde auch sehr gut angenommen. Alle Gelder, die wir hier heute einnehmen, vor allem Spenden, gehen komplett in die Restaurierungen der beiden Kirchen Bernitt und Moisall. Für die Erhaltung der Kirchen lebt unser Verein. Wir machen das alles ehrenamtlich, wollen aber dabei auch unseren Spaß haben. Und den haben wir heute hier wieder!“

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