Schwaan : Wer wird Bürgervorsteher?

Stellt sich zur Wahl: Thomas Präfke, (UWS).
Stellt sich zur Wahl: Thomas Präfke, (UWS).

In der Stadtvertretung treten Renee Recke und Thomas Präfke zur Wahl an.

nnn.de von
04. Juli 2019, 05:00 Uhr

Mit dem bisherigen Bürgervorsteher Renee Recke (Grüne) und Thomas Präfke, Mitglied der Unabhängigen Wähler Schwaan (UWS), stellen sich mindestens zwei Kandidaten für dieses Amt in der Stadtvertretung Schwaan zur Wahl.

Ein Versuch ist es Wert

Renee Recke erklärte der Bützower Zeitung, dass er dieses Amt gern weiter ausüben würde. Mit Thomas Präfke stellt die Zählgemeinschaft aus UWS mit ihren sechs Sitzen und Maren Lüth von den Linken einen Gegenkandidaten auf. Das ist das Ergebnis eines Treffens am Dienstag. „Ich rechne nicht damit, dass ich Bürgervorsteher werde“, sagte Thomas Präfke der Bützower Zeitung. Nicht aus persönlichen, sondern eher aus politischen Gründen. Die stärkste Fraktion in der neuen Stadtvertretung wolle aber auf jeden Fall ihr Vorschlagsrecht wahrnehmen. „Den Versuch ist es wert“, fügte er hinzu.

Präfke sagte, er könne gar nicht einschätzen, wie sich die kommende Legislaturperiode darstelle, da es „sehr viele Verschiebungen“ gegeben habe.

Will Bürgervorsteher in Schwaan bleiben: Renee Recke (Grüne).
Will Bürgervorsteher in Schwaan bleiben: Renee Recke (Grüne).
 

Damit meint er, dass Renee Recke vor einigen Monaten von der UWS zu den Grünen gewechselt ist und nach der Kommunalwahl Ingelore Fiedler und Felix Fiedler sich von den Linken in der Stadtvertretung verabschiedet und eine eigene Fraktion gegründet haben. Konsequenz: Maren Lüth hatte als einzige Vertreterin der Linken in der Stadtvertretung keine Möglichkeit mehr, in Ausschüssen mitzuarbeiten. Ihr fehlte dazu der Fraktionsstatus. Das hat zu offenen Briefen und Stellungnahmen geführt.

Die Stadtvertretung ist gespalten

Ein Teil hält die Gründung der so genannten Fiedler-Fraktion für Wahlbetrug, weil die Wähler doch die Linken unterstützen wollten. Der andere Teil verweist darauf, dass gewählte Vertreter nur ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich sind und es legitim ist, eine Fraktion zu verlassen. Renee Recke appellierte in einem offenen Brief an die Politiker nachzudenken, ob es das Ehrenamt ist, das sie anstreben oder hier eigene Interessen im Vordergrund stehen.
 

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