kunstmuseum schwaan : Wiederentdeckung eines Künstlers

Im August zeigte Museumsleiter Heiko Brunner (r.) bereits in einer Sonderführung die Rückseiten vieler Bilder des Künstlers Otto Tarnogrocki.
Im August zeigte Museumsleiter Heiko Brunner (r.) bereits in einer Sonderführung die Rückseiten vieler Bilder des Künstlers Otto Tarnogrocki.

70 Jahre nach seinem Tod erscheint Otto Tarnogrockis erstes Werksverzeichnis

nnn.de von
15. Januar 2016, 15:00 Uhr

Bis vor wenigen Monaten war Otto Tarnogrocki vielen Menschen in der Region noch kein Begriff.

Durch die Ausstellung „Otto Tarnogrocki – Leben und Malen in Mecklenburg und Pommern“ in der Schwaaner Kunstmühle vergangenes Jahr wurde der Künstler, der eng mit der Künstlerkolonie verbunden ist, schließlich öffentlich gewürdigt.

Doch bis genug Informationen und Material für diese Ausstellung zusammengetragen waren, war es ein langer Weg. „Er war bis vor zehn Jahren vollkommen unbekannt“, gibt Heiko Brunner, Leiter des Kunstmuseums in Schwaan, zu bedenken. Als das Museum 2002 eröffnete, war ihm nur der Name bekannt, erinnert sich Brunner. 2003 tauchte das erste Bild Tarnogrockis auf. Seither sei er am Forschen, immer auf der Suche nach weiteren Puzzleteilen, die Einblick in das Leben des Künstlers geben.

Im vergangenen Jahr schließlich waren genügend Bilder und Informationen gesammelt für eine Ausstellung. Und diese bot Kunstinteressierten verschiedenste Bildkompositionen. Eine Verbindung zur Künstlerkolonie reiche dafür aber nicht aus. Etwas mehr müsse ein Künstler schon zu bieten haben, so Brunner.

Otto Tarnogrocki zeichnet seine gleichbleibende hohe Qualität aus. Er zählt zur Gründergeneration der Künstlerkolonie Schwaan.

Jetzt – 70 Jahre nach Otto Tarnogrockis Tod – folgt sein erstes Werkverzeichnis. Wie bereits die Ausstellung trägt auch das Buch den Titel „Otto Tarnogrocki – Ein Malerleben in Mecklenburg und Pommern“. Neben Heiko Brunner ist Lisa Jürß, Kunsthistorikerin und Museumsrätin a.D., Autorin des Buches. Gemeinsam stellen sie ihr Werk am kommenden Mittwoch, 20. Januar, vor. Darin ergründen sie sein Leben und Schaffen, entdecken einen Künstler wieder, der schon fast vergessen war.

Bei der Präsentation gibt Brunner zudem Einblicke, wie viel Vorbereitung in einer derartigen Ausstellung steckt. Darüber hinaus berichtet er, wie Forschungen angestellt und ausgewertet werden. „Das wird für Interessierte eine ganz spanende Geschichte“, ist er überzeugt.

Im Anschluss führt der Museumsleiter durch eine kleine Präsentation und lädt zu einer Fragerunde ein.

Die Buchpräsentation beginnt am Mittwoch, 20. Januar, um 17 Uhr in der Kunstmühle in Schwaan.

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