Bützow : Zu wenig Regen für Bauern

In Bützow fielen am Sonntag 36  Liter Wasser je Quadratmeter.
In Bützow fielen am Sonntag 36  Liter Wasser je Quadratmeter.

Unterschiedliche Mengen: Von neun Litern je Quadratmeter in Bernitt bis 40 in Bandow

nnn.de von
11. Juni 2018, 21:00 Uhr

Ganz unterschiedlich war für die Bauern die Ausbeute an Niederschlag am Sonntag. Während in Bützow 36 Liter je Quadratmeter fielen, waren es in Zibühl nur vier Zentimeter, berichtet Katrin Kauer, Geschäftsführerin des Bauernverbands Bützow.

„Wir sehen, dass zunehmend immer kleinere Kreise die selbe Wetterlage haben“, sagt sie. Auch die Internetseite „Kachelmann-Wetter“ nennt für den Raum Bützow unterschiedliche Zahlen: Für das lang gezogene Bernitt sind es 19 Liter je Quadratmeter – aber wegen der Ausdehnung der Gemeinde müsste eigentlich der genaue Standort angegeben werden. Brüel war am Sonntag dem bekannten Wetterfrosch Kachelmann zufolge mit 39 Litern je Quadratmetern dabei, Baumgarten mit 16,3 und Oettelin mit 17,9. Katrin Kauer hat weitere Zahlen parat: Schwaan mit 30 und Bandow mit 40 Liter je Quadratmeter.

Wie viel von oben kommt, ist aber nicht der einzige Faktor dafür, wie viel beim Korn und beim Gras ankommt. Auch die Beschaffenheit des Bodens ist wichtig: Die Wintergerste wird Kauer zufolge schon gelb, der Zustand des Winterweizens hängt „ganz entscheidend vom Boden ab“, so Kauer. Außerdem sei der Zeitpunkt des Drillens sehr wichtig. Beim Mais hatten sich wegen der Trockenheit teilweise schon die Blätter eingerollt, doch wie bei den Zuckerrüben kam das Nass Kauer zufolge noch zum richtigen Zeitpunkt. Und weiter: Beim Grünland sei der erste Schnitt nicht so ertragreich gewesen wie sonst, aber wer früher geschnitten habe, sei jetzt „bestraft“: Teils sei nur noch verbrannte Erde zu sehen. Auch die Flächen, die vom Herbst bis Anfang des Frühjahrs sehr nass waren, haben es nun schwer. „Es gibt einen Verlust von bis zu 30 Prozent beim ersten Schnittertrag“, weiß Katrin Kauer.

Sie berichtet, sie habe schon gehört, dass ein Bauer die Zahl seiner Tiere reduzieren wolle, weil er nicht genug Futter für sie habe. Auch wer mit seinen Mutterkühen von Weide zu Weide ziehe, sei arm dran, so Katrin Kauer. Die Kühe hätten die Menschen „verdutzt angeguckt“, warum diese sie auf eine derart karge Weide getrieben hätten. Die Bauern hoffen weiter auf Petrus. Ein Landregen wäre ihnen sicher am liebsten.

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