Gadebusch : Der gesellige Ofen ist noch nicht aus

Seit 26 Jahren treffen sich die Frauen einmal im Jahr: Immer zum Frauentag.
Seit 26 Jahren treffen sich die Frauen einmal im Jahr: Immer zum Frauentag.

Mitarbeiter der ehemaligen Gadebuscher Großbäckerei treffen sich auch 26 Jahre nach Schließung jährlich

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11. März 2019, 12:00 Uhr

Vor mehr als 40 Jahren waren sie Kolleginnen, heute sind die meisten Frauen der damaligen Großbäckerei in Gadebusch noch immer so befreundet, dass sie sich mindestens einmal im Jahr treffen. Über Jahrzehnte ist die Verbindung untereinander nicht abgerissen. Zum Internationalen Frauentag kamen wieder 30 ehemalige Mitarbeiterinnen in der Gaststätte „Goldener Löwe“ zusammen, um zu feiern und auch Erlebtes früher und heute auszutauschen.

1992 schloss die Gadebuscher Großbäckerei ihre Pforten. Eine, die wie sie sagt, das Licht ausgemacht hat, ist Ute Lang. Sie ist seit Anfang der 1990-iger Jahre auch verantwortlich dafür, dass sich viele der Kolleginnen wieder treffen. „Im ersten Jahr ist das Treffen aus einem Gespräch beim Einkaufen zustande gekommen. Schon im nächsten Jahr waren wir deutlich mehr und das hat sich bis heute gehalten“, sagte Ute Lang. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, wie und mit wem sie am Fließband stand und Teig, Kuchen oder Kekse verpackte. „Ich habe heute auch ein paar Bilder mitgebracht. Hier sieht man noch einige der heute Zusammengekommenen beim Arbeiten“, sagte sie. Die Neugierde war groß und das Album wanderte nach dem Essen von Hand zu Hand und half, Erinnerungen wach zu halten oder noch einmal aufleben zu lassen. „Ich weiß noch, wie ich die Frauen 1992 zur letzten Frauentagsfeier der Großbäckerei mit dem Bus chauffiert habe“, erklärte Peter Steinfeldt, der jetzt ebenfalls dabei war und feierte.

Da die gut 250 Beschäftigten der damaligen Großbäckerei nicht genug von gemeinsamen Treffen bekommen können und schon 2006 ein Gesamtbäckerei-Treffen veranstalteten, wollen sie nun im Herbst erneut zusammenkommen. Wieder hat Ute Lang die Initiative übernommen. „Das erste Treffen und unsere Frauentagsfeiern haben gezeigt, dass das Interesse groß ist. Deshalb steht einem zweiten nichts im Wege“, sagte die Konditorin, die bereits 1978 ihre Ausbildung in der Bäckerei machte.

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