Gadebusch : Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen

Auch bei Kita-Leiter Timon Hinz in Roggendorf erhöht sich der Eigenanteil.
Foto:
1 von 1
Auch bei Kita-Leiter Timon Hinz in Roggendorf erhöht sich der Eigenanteil.

Eigenanteil für Kita-Platz erhöht sich um zehn Euro pro Kind – Teuerung wird aber teilweise abgefedert

nnn.de von
03. Januar 2018, 05:00 Uhr

Ab Januar müssen die Eltern, die ihre Kleinen in eine Kita schicken, tiefer in die Tasche greifen: Grund ist die Erhöhung des Eigenanteils pro Platz und Monat in so einer Einrichtung um zehn Euro für das Jahr 2018 – im gesamten Kreis Nordwestmecklenburg. Das sind genau die zehn Euro, die der Kreis pro Kind in diesem Jahr weniger an die Betreuungseinrichtungen zahlt. „Das kommt daher, dass wir erfreulicherweise deutlich mehr Kinder in den Einrichtungen haben, bei gleichzeitig relativ konstanter Höhe des Zuschusses“, erklärt die Sprecherin der Kreisverwaltung, Petra Rappen. Dieser werde im Rahmen der jährlichen Haushaltsdebatten vom Kreistag im Vorfeld beschlossen.

„Wir haben das den Eltern, deren Kinder unsere Einrichtungen besuchen mitgeteilt und bislang keine negativen Rückmeldungen bekommen“, berichtet Holger Glatz, Geschäftsführer des Jugendhilfezentrums Rehna (Jhz) auf Nachfrage der SVZ. Das Jhz betreibt kreisweit neun Kindertagesstätten. Eine ähnliche Aussage kommt auch von der ASB-Kita „Pusteblume“ in Roggendorf.

Warum die Eltern ob dieser Erhöhung so ruhig bleiben, könnte zwei Gründe haben: Zum einen wurde erst kürzlich durch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern beschlossen, dass die Eltern durch die zusätzliche Ausreichung von Landesmitteln um 50 Euro bei ihrem Eigenanteil für einen Kita-Platz entlastet werden. Zum anderen wird der zu zahlende Eigenanteil gesplittet: 50 Prozent tragen die Eltern, 50 Prozent die Kommune, in der sich die Einrichtung befindet. Das heißt: Diese Erhöhung trifft die Mütter und Väter mit nur fünf Euro im Monat. „Für den Stadthaushalt heißt das dieses Jahr Mehrausgaben von etwa 19 400 Euro“, sagt Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest.

Für die Eltern kann es aber anders laufen, als gedacht: Die Entlastung gilt nicht für Vorschulkinder. Außerdem könnten die Kita-Preise generell steigen – die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen ab Januar mehr Gehalt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen