Gadebusch : Fritz ist der Gadebuscher des Jahres

Genau hier kam der kleine Fritz zur Welt: Am Ende der Treppe im Elternhaus in Gadebusch. Mama Marie-Luise Kaping ist stolz auf ihren Gadebuscher.
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Genau hier kam der kleine Fritz zur Welt: Am Ende der Treppe im Elternhaus in Gadebusch. Mama Marie-Luise Kaping ist stolz auf ihren Gadebuscher.

Der kleine Mann hatte es in diesem Jahr besonders eilig, kam schneller als gedacht und auch noch direkt in der Münzstadt auf die Welt

nnn.de von
30. Dezember 2017, 04:45 Uhr

Geboren in Gadebusch – das kann wohl kaum einer der rund 5800 Einwohner der Münzstadt von sich behaupten. Fritz Kaping jedoch schon. Der junge Mann erblickte am 30. Januar des nun scheidenden Jahres das Licht der Welt. Und das mitten im Hausflur der Familie Bauer/Kaping. „Ich hatte schon so ein komisches Gefühl, aber wer denkt denn schon zehn Wochen vor dem geplanten Geburtstermin an Wehen?“, sagt Mutter Marie-Luise Kaping.

Dann ging alles plötzlich ganz schnell. Mit einem Mal setzten die Wehen heftig ein, der Krankenwagen wurde alarmiert. Doch nicht einmal aus dem Haus schaffte es die werdende Mutter. „Das war eine Sturzgeburt, wie sie im Buche steht.“ Während Vater Steven Bauer noch mit dem Notarzt telefoniert, bringt Marie-Luise Kapinger den kleinen Fritz in wenigen Sekunden zur Welt. „Ich kam vom Telefonieren zurück und da war er dann schon da“, erinnert sich der Vater. Er selbst durchtrennte die Nabelschnur. Damit ist Fritz ein echter Gadebuscher wie er im Buche steht.

Fritz kam vor dem Krankenwagen, dennoch musste er von einem herbeigerufenenen Notarzt und Inkubator in eine Kinderklinik gebracht werden. „Das alles im tiefsten Schneegestöber“, so die Eltern. Die darauffolgenden Wochen wären ohne Unterstützung nicht zu schaffen gewesen, berichten die Eltern. „Wir sind jeden Tag zum Krankenhaus gefahren und haben ihn gekuschelt“, berichtet die Mutter. Fritz’ große Schwester Frieda musste währenddessen betreut werden.

Nun hat Frieda einen kleinen Bruder. Das spannende: Für zehn Tage sind beide gleichaltrig. „Fritz kam am 30. Januar, Frieda ein Jahr zuvor am 9. Februar. Für diese kurze Zeitspanne kann er sich von seiner großen Schwester dann nichts sagen lassen“, scherzt der Vater. Die beiden sind aber bereits „ein Herz und eine Seele“, sagt Marie-Luise Kaping.

Für die Eltern bringt Fritz eine Eigenschaft mit, die ihn als Gadebuscher auszeichnet. „Er ist immer freundlich. Er lächelt jeden an“, sagt die Mutter. Außerdem fängt Fritz leidenschaftlich gerne an zu erzählen – zum Leidwesen der Eltern mit Vorliebe mitten in der Nacht. „Jetzt fängt er alles an zu entdecken. Er ist sehr neugierig und holt die zehn Wochen nun nach“, sagt der Vater.

Fritz ist der erste gebürtige Gadebuscher seit dem Jahr 2014. Damals kam im Oktober das bis dato letzte Kind bei einer Hausgeburt zur Welt. Damit ist er eines von nur fünf in Gadebusch geborenen Kindern seit dem Jahr 2013.

Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest ist von dem kleinen Nachwuchsbürger begeistert. „Das ist schon ein außergewöhnliches Ereignis. Wir wünschen der Familie alles Gute und Fritz einen guten Start ins Leben“, so der Bürgermeister. Für Ulrich Howest ist Fritz der Gadebuscher des Jahres.

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