Schlagsdorf : Grenzhus gestern und morgen

Dirk Stoltenberg (vorn) und sein Kollege Simon Stümpel verlegen stufenfreie Böden und verbauen im Fachwerk neue Balken für breite, rollstuhlgerechte Türen.  Fotos: Peter Täufel
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Dirk Stoltenberg (vorn) und sein Kollege Simon Stümpel verlegen stufenfreie Böden und verbauen im Fachwerk neue Balken für breite, rollstuhlgerechte Türen. Fotos: Peter Täufel

Derzeit wird das Informationszentrum zur Innerdeutschen Grenze umgebaut – Neueröffnung ist für Mai geplant, Ausstellungen sind ausgelagert

nnn.de von
29. Dezember 2017, 20:45 Uhr

Es wird gesägt und gebohrt, gehämmert und geschraubt – das Grenzhus als Informationszentrum zur Innerdeutschen Grenze wird derzeit barrierefrei umgebaut. „Bis Ende März soll das abgeschlossen sein“, sagt der Leiter der Einrichtung, Dr. Andreas Wagner. Mehrere Firmen gestalten das Innere des historischen Gebäudes völlig neu – auch im Hinblick auf die neue Ausstellung. „Die wird völlig anders, eher thematisch konzipiert sein und von dem deutschlandweit tätigen Unternehmen Impulse-Design entwickelt und umgesetzt“, erklärt Wagner.

Präsentiert wird die neue Ausstellung im Erdgeschoss. Dieses ist dann für bewegungseingeschränkte Personen nicht mehr über Stufen sondern über eine Rampe erreichbar. Ins Obergeschoss gelangen sie mittels Lift, der außen am Gebäude angebracht wird. „Dort wird der große Raum unterteilt, so dass auf der einen Seite Platz für Sonderausstellungen ist und auf der anderen ein Seminarraum zur Verfügung steht“, beschreibt der Einrichtungsleiter die künftige Aufteilung.

Der Beginn der Bauarbeiten und die damit verbundene Schließung des Hauses haben dazu geführt, dass die Besucherbilanz des abgelaufenen Jahres nicht ganz so erfreulich ausfällt, wie in den Vorjahren – 9600 kamen 2017. Ein Jahr zuvor waren es 10 500 und 2015 noch einmal 500 Besucher mehr. „Ich kann das aber nicht nur den Bauarbeiten anlasten. Den Einbruch gab es bereits im August“, erzählt Andreas Wagner. Er vermutet, dass der Straßenbau in unmittelbarer Nachbarschaft einiges dazu beigetragen hat. „Wir sind trotzdem mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden“, sagt Dr. Erik Gurgsdies-Meister, Vorsitzender des Vereins Politische Memoriale e. V. Mecklenburg-Vorpommern, der das Projekt betreibt. So hätten 2017 insgesamt 22 Veranstaltungen, drei Sonderausstellungen, Filmvorführungen, Seminare und Zeitzeugengespräche stattgefunden. Dazu hat es mehrtägige Projekte wie eine einwöchige Fahrradtour sowie eine Wanderung entlang der ehemaligen Grenze gegeben. „Diese Veranstaltungen wurden zusätzlich von 580 Teilnehmern besucht“, so Gurgsdies-Meister. Die Wiedereröffnung des Grenzhus ist für Mai geplant.

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