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Klosterstadt Rehna : Kirchturm erstrahlt in neuem Licht

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Darüber können der Martensmann und sein Nachtwächter nur staunen

von
erstellt am 11.Nov.2017 | 04:45 Uhr

Was länge währt, wird schließlich gut. Und so wird das älteste Gebäude der Stadt Rehna beim heutigen Martensmannfest in neuem Licht erstrahlen. Möglich wurde dies durch den Verein für Handwerk und Handel und der Stadt Rehna. Das Projekt zaubert Pastor Andreas Ortlieb ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass mit der Kirche ein mehr als 700 Jahre altes Gebäude im Mittelpunkt der Stadt angeleuchtet wird“, sagt Ortlieb.

Finanziert wurde das Projekt unter anderem dadurch, dass der Verein für Handwerk und Handel ein Fass Rotspon des Lübecker Martensmannes ausschenkte und im Gegenzug Spenden erhielt. So konnte der Verein 750 Euro für das Lichterprojekt zusteuern. Die Stadt gab nach Angaben von Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg rund 1500 Euro dazu. Damit war der finanzielle Grundstein für diese Investition gelegt. Es galt allerdings noch, den geeigneten Standort für den Strahler mit LED-Technik zu lokalisieren. Dafür, so Bürgermeister Oldenburg, kam sogar die Freiwillige Feuerwehr zum Einsatz, die mit einer Drehleiter samt Schweinwerfer bei der Suche nach dem optimalen Anstrahlwinkel half. Schließlich wurde die Technik an der Wand der alten Schule installiert. Und von dort fällt das Licht nunmehr allabendlich auf einen Turm, dessen Mauern im Eingangsbereich eine Stärke von 2,40 Meter aufweist. „Einen praktischen Nutzen hatten die dicken Mauern beim Bau des Kirchturms nicht. Es ging vielmehr um die Geborgenheit im geistlichen Sinne“, sagt Pastor Andreas Ortlieb und weist auf eine weitere Besonderheit hin: Wer vom Eingangsportal am Turm hinaufblickt, sieht rings um den Turm einen Rundbogen- und Dreieckfries, der an die Zinnen einer schützenden Burg oder Stadtmauer erinnert.

Beschützt werden muss der heutige Gast aus Lübeck übrigens nicht. Denn der Weinbote wird gern gesehen in der Stadt Rehna. Zumal sein Fass Rotspon auch in diesem Jahr wieder für einen guten Zweck geleert werden soll. Von den dabei gewonnenen Spenden könnte möglicherweise die Stadtbibliothek in punkto moderne Medien profitieren. „Auf jeden Fall soll die Allgemeinheit wieder etwas davon haben“, sagt Torsten Arndt vom Verein für Handwerk und Handel.

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