Gadebusch/Breesen : Konferenz und Shows fallen ins Wasser

Vorsichtsmaßnahme: Von Montag an bleibt die Stadtbibliothek in Gadebusch geschlossen. Auch zwei Veranstaltungen finden dort vorerst nicht statt.
Vorsichtsmaßnahme: Von Montag an bleibt die Stadtbibliothek in Gadebusch geschlossen. Auch zwei Veranstaltungen finden dort vorerst nicht statt.

Viele Veranstaltungen sollen nachgeholt werden / Stadtbibliothek und Museumsanlage in Gadebusch bleiben ab Montag geschlossen

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13. März 2020, 18:00 Uhr

Die Verfügung des Landes und des Kreises, aufgrund der Corona-Pandemie alle öffentlichen und privaten Großveranstaltungen abzusagen, hat weitreichende Folgen für den Kulturbereich. Betroffen sind unter anderem der Grand Prix de la Männerballett, der am Sonnabend in Schönberg über die Bühne gehen sollte und die Seniorenkonferenz am Montag in Grevesmühlen.

Die Show „Die Tanzerei I“, die 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene heute im Grevesmühlener Gymnasium „Am Tannenberg“ und am 28. März im „Kreml“ in Gadebusch zeigen wollten, findet ebenfalls nicht statt. „Es gibt einen Ersatztermin für Grevesmühlen am 9. Mai um 16 Uhr in der Turnhalle“, informiert Steffen Kranzow, Leiter der Tanz- und Ballettschule „Die Tanzerei“ mit den Probeorten Grevesmühlen und Rehna. Wann die Show in Gadebusch stattfindet, sei noch unklar.

Abgesagt wurden auch Fußball-, Handball- und Basketballspiele im Kreis, die Party „Nordic Beatz“ in Warin und die für heute geplante Versammlung von Hegering und Hegegemeinschaft in der Wariner Stadthalle inklusive Trophäenschau.

Ab Montag, 16. März, sind die Museumsanlage und die Stadtbibliothek in Gadebusch geschlossen. „Die bereits angekündigten Veranstaltungen für den 20. und den 27. März werden nicht stattfinden“, so Bibliotheksleiterin Martina Torner. „Die Termine sind auf unbestimmte Zeit verschoben, die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Der Abgabetermin der ausgeliehenen Medien wird automatisch ab diesem Tag verlängert.“

Die Stadthalle in Neukloster soll frühestens im Mai ihre Pforten wieder öffnen. Der für gestern Abend im Grenzhus Schlagsdorf geplante Vortrag „Schläge im Namen des Herrn“ von Peter Wensierski aus Berlin zur verdrängten Geschichte der Heimkinder im Westen wurde gestern Vormittag gestrichen. Ebenso wie die nächsten Knobelabende in der Bauernstube Breesen. „Das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus ist zu hoch“, meint Organisatorin Elke Deußing. „Sicherlich brauchen wir nun nicht in Panik zu verfallen. Aber meine persönliche Meinung: Vorsorge ist besser. Da es unter unseren Gästen einige gibt, die Vorerkrankungen haben und sie somit dem Risikokreis angehören, ist es für mich keine Frage, zu reagieren.“ Viele Veranstaltungen sollen nachgeholt werden.

Die Regionale Schule mit Grundschule „Käthe Kollwitz“ in Rehna freute sich auf den 10. Rehnaer Lichterlauf im April. „Gegenwärtig sind wir dabei, sämtliche Veranstaltungen zurückzufahren“, erklärte Schulsozialarbeiter Rainer Kruse gestern. Über den Lichterlauf solle am Montag oder Dienstag entschieden werden. „Die Tendenz geht aktuell dahin, die Veranstaltung abzusagen. Das ist aber noch nicht hundertprozentig sicher.“



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