Gadebusch : Neues Konzept für Einzelhandel

Der Markt soll in einigen Jahren modernisiert werden. Die Stadt muss dafür die Voraussetzungen schaffen.
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Der Markt soll in einigen Jahren modernisiert werden. Die Stadt muss dafür die Voraussetzungen schaffen.

Stadt Gadebusch muss Entwicklungsplan fortschreiben. Bis zu 17 000 Euro könnte das kosten.

nnn.de von
06. Februar 2018, 21:00 Uhr

Der Rewe-Markt in der Ratzeburger Chaussee soll, nach Angaben von Bürgermeister Ulrich Howest, in einigen Jahren modernisiert werden, ein anderer Einzelhändler in der Rehnaer Straße will ausbauen. Dafür muss die Stadt die Voraussetzungen schaffen und ihr Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2006 fortschreiben.

Das verlange die Landesentwicklungsplanung, sagt Bürgermeister Howest. Denn die „Grundlage für die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für solche Bauvorhaben ist ein aktualisiertes Einzelhandelskonzept, um die Auswirkungen auf die vorhandenen Geschäfte im Hauptgeschäftszentrum einschätzen zu können“, heißt es zur Begründung.

Das erste Konzept wurde im Jahr 1993 geschrieben. Mittlerweile umfasst es drei Ordner und zwei Schnellhefter. 2006 hatte die Stadt letztmalig ein Gutachten in Auftrag gegeben, weil sich in der Ratzeburger Chaussee ein Lebensmittel- und Elektromarkt ansiedeln wollte. Empfohlen wurde damals allerdings, das möglichst zu verhindern. Begründung: Die bereits bestehenden Geschäfte könnten das Nachsehen haben. Gekommen ist der Markt dann nicht.

Mit den nun geplanten Veränderungen könnten höchstens Verschiebungen zwischen den großen Ketten auftauchen, meint Howest. Problematisch sehe er das nicht. Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Raiffeisen – alle haben sich Anfang der 90er Jahre in der Münzstadt niedergelassen. Penny hat erst vor ein paar Jahren neu gebaut.

Die Dinge des täglichen Bedarfs müssen die Einwohner der Stadt zwangsläufig bei großen Ketten besorgen. Denn viele kleinen Geschäfte in der Lübschen Straße, der Wollbrügger Straße am Markt, in der Steinstraße sind schon lange verwaist. Die Drogerie ist verschwunden, der Fleischer auch. „Der letzte kleine Tante-Emma-Laden in der Schweriner Straße hat vor ein paar Jahren zugemacht“, sagt Howest.

Im Gutachten von 2006 wird empfohlen, die Innenstadt zu beleben. Wie das passieren soll, weiß Howest auch nicht, denn viele der Immobilien sind in Privatbesitz. „Mit ist aber wichtig, dass wir mit Markant und Edeka die innerstädtischen Versorger erhalten“, sagt der Bürgermeister.

Weiteren Neuansiedlungen, besonders auf der grünen Wiese, steht Howest skeptisch gegenüber. Laut Gutachten sei Gadebusch schon jetzt mit Supermärkten überversorgt. Gemessen an der Bevölkerungszahl gibt es mehr Verkaufsfläche als nötig. „Aber die Geschäfte laufen doch gut.“

Dass sich in absehbarer Zeit wieder mehr kleinere Läden wie beispielsweise in Rehna ansiedeln, sieht Howest nicht. Deshalb auch die Bestrebungen, die zu halten, die da sind.

Für die Fortschreibungen des Einzelhandeslkonzeptes hat die Stadtverwaltung drei Angebote eingeholt. Zwischen 10 000 und 17 000 Euro wird das neue Gutachten kosten.

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