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Video: Schwarzer Rauch bis Schwerin Großbrand wütet auf Recyclinghof

Von Holger Glaner | 13.08.2018, 16:23 Uhr

Bei Lützow brennt ein Recyclinghof auf 5000 Quadratmetern Fläche. Die Flammen schlagen sich in den Restmüllbestand, der dort lagert.

Schwarze, undurchdringliche Rauchwolken verdunkeln in den frühen Nachmittagsstunden den Himmel über dem Recyclinghof der Firma Gollan bei  Rosenhagen in der Nähe von Lützow. Unaufhörlich eilen Rettungsfahrzeuge mit Sondersignal an den Einsatzort unmittelbar an der Bundesstraße B 104 – Feuerwehren, Katastrophenschutz, Notfallretter aus dem gesamten Landkreis treffen am Unglücksort ein.

Sogar im 15 Kilometer entfernten Schwerin richteten die Menschen ihre Blicke gen Himmel in Richtung der vorbeiziehenden Rauchschwaden, während sich vor Ort bereits ein bedrohliches Bild bietet, immer mehr Müll wird Opfer der Flammen. „Da liegen jede Menge gepresste Müllballen, die brennen bereits lichterloh“, ruft ein Feuerwehrmann seinen Kollegen zu, die außerhalb des Firmengeländes dafür sorgen, dass die Löschwasserzufuhr gewährleistet bleibt. Denn gerade die bereitete den Rettungskräften einige Sorgen. Alle Löschfahrzeuge, die mehr als 2000 Liter Wasser im Tank haben, wurden deshalb nach Feuerwehrangaben zum Brandort gerufen.

Nach ersten Aussagen der Polizei hatte sich auf einer Fläche von circa 5000 Quadratmetern Restmüll entzündet. Eine Gefahr für Menschenleben soll nicht bestanden haben, da die Recyclinganlage abseits einer  Siedlungsfläche liegt. Was den Brand ausgelöst hatte, ist noch völlig unklar. Möglicherweise könnte ein technischer Defekt als Ursache in Frage kommen. Dies war während der Löscharbeiten aber noch reine Spekulation.

Gut 150 Einsatzkräfte aus allen Ecken des Landkreises kamen bei der Brandbekämpfung zum Einsatz. Von Gadebusch, Rehna und Lützow über Schildetal und Renzow bis nach Klein Welzin. Aber auch freiwillige Helfer aus Schwerin, Grevesmühlen, Selmsdorf, Schönberg  und Neukloster begleiteten die Rettungsarbeiten. 

Der Großbrand wurde im Laufe der vergangenen Nacht zwar unter Kontrolle gebracht, die Löscharbeiten werden sich aber noch über den gesamten Vormittag hinziehen. Das Feuer könne sich nicht mehr weiter ausdehnen, teilte der Einsatzleiter der Feuerwehr mit. Für Anwohner bestehe allerdings weiter Gefahr durch den starken Rauch. Sie sollten ihre Fenster und Türen geschlossen halten. Momentan sind noch 82 Feuerwehrleute und 15 Fahrzeuge im Einsatz.