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Richtfest Große Investition auf Flugplatz Laage

Von grie | 15.11.2017, 21:00 Uhr

Richtfest: Auf dem Fliegerhorst entsteht eine Fahrzeughalle für 6,4 Millionen Euro.

Eigentlich handelt es sich „nur“ um eine Garage – allerdings eine mit riesigen Ausmaßen. 72 Meter lang und 31 Meter breit ist die neue Halle für den so genannten Besonderen Fahrdienst auf dem Flugplatz Laage. Die Nutzfläche beträgt 2175 Quadratmeter. Fahrzeuge mit einer Länge von 24 Metern sollen einmal in der Halle manövrieren können. Und auch die Kosten sprengen den Rahmen einer normalen Garage: Für 6,4 Millionen Euro baut hier der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) im Auftrag des Verteidigungsministeriums. Beide, BBL und Luftwaffe, feierten gestern Richtfest vor und in dem Rohbau.

Der Besondere Fahrdienst, für den dieser Neubau bestimmt ist, ist dafür zuständig, mit seinem Fuhrpark den militärischen und zivilen Flugbetrieb in Laage sicherzustellen. Dabei geht es um die Reinigung der Start- und Landebahn sowie auch um den kompletten Winterdienst. In der neuen Halle kommen auch Sonderkraftfahrzeuge der Flugunfallbereitschaft unter, speziell zur Bergung von Flugzeugen. Ingesamt 20 Fahrzeuge mit ihren Anbaugeräten haben in der Halle Platz, informiert Robert Klaus, Leiter BBL MV. Der Neubau auf dem Fliegerhorst befindet sich direkt neben den Zuwegungen zur Start- und Landebahn und soll Ende 2018 fertig sein.

„Mit dem Neubau ist erstmals ein zentrale Unterbringung der Teileinheit Besonderer Fahrdienst mit ihren Fahrzeugen und der Teileinheit Luftwaffenpioniere in sichtbarer und direkter Nähe zu den Flug- und Betriebsflächen möglich“, freut sich Oberstleutnant Frank Fischer, Kommandeur Technische Gruppe. „Damit verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Militär- und Zivilbeschäftigten, sondern die gesamte Fahrzeugtechnik kann effektiver und gezielter eingesetzt werden.“ Bisher wurden die Fahrzeuge dezentral in leergezogenen Hallen untergebracht.

Doch für Fischer ist die jetzige Investition in die Infrastruktur des Fliegerhorstes nur ein „Zwischenschritt“. Weitere Anstrengungen seien in naher Zukunft notwendig. „Wir planen bereits den Neubau eines Stabsgebäudes für die fliegende und die technische Gruppe“, so der Luftwaffenoffizier. „Bisher sind wir in Containern untergebracht.“ Und auch die Neuaufstellung und Ansiedlung der Waffenschule der Luftwaffe in Laage im nächsten Jahr erfordere weitere Bauten. In dieser von Fischer als „Top Gun“ bezeichneten Waffenschule sollen erstmals in der Bundesrepublik alle fliegenden Waffensysteme zentralisiert werden. Piloten verschiedener Kampfjets erhalten ab April 2018 ihre Ausbildung zentral am Standort Laage.