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Gesundheit Güstrow Großes Hallo im Barmer-Zentrum

Von Caroline Awe | 08.06.2017, 21:00 Uhr

Zur offiziellen Eröffnung des Zentrums für ambulante Versorgung am Güstrower Bahnhof kamen viele Gäste aus Wirtschaft und Politik.

Zuletzt eine Streuobstwiese, heute ein modernes Dienstleistungszentrum einer der größten Krankenkassen der Bundesrepublik. Heute eröffnete das Zentrum für ambulante Versorgung der Barmer in der Güstrower Eisenbahnstraße offiziell. Gut drei Millionen Barmer-Versicherte aus insgesamt sechs Bundesländern werden nun in Güstrow betreut. Der rund 3000 Quadratmeter große Neubau ist Resultat einer drei Jahre andauernden deutschlandweiten Umstrukturierung des Versicherers. „Damit reagieren wir auf die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen, die veränderten Kommunikationswege unserer Kunden und die gestiegene Komplexität in Medizin und Versorgung“, erklärt Barmer-Vorstand Mani Rafii.

In Güstrow steht nun – neben Koblenz und Cottbus – das dritte Zentrum für ambulante Versorgung der Krankenkasse. MV sei ihnen als Standort wichtig gewesen. Mit Güstrow habe man einen Ort gefunden, der infrastrukturell gut erschlossen und im Herzen des Bundeslandes liege, erklärt Mani Rafii weiter. „Das ist auch für die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter – von denen viele nun nach Güstrow pendeln – wichtig“, fügt der Vorstand an. 216 Mitarbeiter sind in dem Barmer-Zentrum tätig – 30 von ihnen wurden eigens neu angestellt. Zu ihnen gehören Nicole Hinrichs und Ines Tackmann. Beide Frauen sind gelernte Zahnarzthelferinnen und arbeiten in der Dental-Abteilung des Zentrums. „Hier geht es in erster Linie um die Bearbeitung von Anträgen, wie Heil- und Kostenplänen“, erklärt Ines Tackmann, die auf eine 25-jährige Berufspraxis zurückblickt. „Die Arbeit ist ganz anders, aber sie macht großen Spaß“, fügt sie hinzu.

Dass dieses Zentrum nun in der Barlachstadt steht, erfüllt auch Bürgermeister Arne Schuldt mit Stolz. „Wir sind damit sozusagen in die erste Bundesliga aufgestiegen“, zieht Schuldt einen Vergleich. Neben Güstrow sei auch Waren als Standort infrage gekommen, daher habe er zunächst Sorge gehabt, dass Güstrow sich vielleicht nicht durchsetzen könne. Wirtschaftsminister Harry Glawe lobte indes: „Die Barmer hat mit dieser Entscheidung den Wirtschaftsstandort Güstrow bereichert.“ Für Landrat Sebastian Constien ganz klar „ein Erfolg der Wirtschaftsförderung in der Region“.