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Oase Güstrow Schneider: „Freue mich auf spannende Aufgabe“

Von Eckhard Rosentreter | 09.06.2017, 21:00 Uhr

Neuer „Oase“-Geschäftsführer offiziell vorgestellt. Holger Schneider will Freizeitbad für die ganze Bevölkerung gestalten

Alles in der „Oase“ hört auf sein Kommando: Für Holger Schneider, neuer Geschäftsführer des Güstrower Freizeitbades, ist das nichts Ungewöhnliches. Jahrzehnte zog der einstige Weltklassehandballer (Post Schwerin, Empor Rostock, Flensburg-Handewitt, Wetzlar, 98 Länderspiele) nach seiner Karriere als Trainer durch die Lande, führte verschiedene Bundesligavereine, gewann gerade in Luxemburg mit HB Esch Meisterschaft und Pokal. In dem Moment, als Schneider gestern, bei der offiziellen Vorstellung am Außenbecken „Lasst uns anfangen“ sagte, sprudelten wie auf Kommando im Entspannungsbecken die Düsen los…

Seit 1. Juni ist der 53-Jährige Chef im Freizeitbad (SVZ berichtete bereits), übernahm von Andreas Brunotte die Geschäfte. Der 1. Stadtrat hatte ein Jahr lang die „Oase“ geführt, da sich in einer ersten Ausschreibung keine geeignete Person auf die vakante Stelle beworben hatte. Im zweiten Anlauf hat das nun geklappt. Bürgermeister Arne Schuldt: Holger Schneider habe durch seine Einstellung, seine Dynamik und seine Visionen, wie er an Aufgaben herangeht, überzeugt. Schuldt: „Ich finde es auch wichtig, dass nicht ein ,Durchreisender’ gefunden wurde, sondern wir langfristig arbeiten können, mit einem Güstrower, der seine Wurzeln und seine Familie hier hat.“ Die Besetzung dieser Position sei ein wichtiger Teilschritt im Prozess der Attraktivierung des Freizeitbades. Seinem 1. Stadtrat dankte Schuldt für dessen Einspringen. Brunotte, ob er „erlöst“ sei: „Ja und nein. Das Jahr hat viel Kraft gekostet, aber auch sehr viel Spaß gemacht. Und ich bleibe ja durch die Beteiligungsgesellschaft mit der Oase verbunden.“

Holger Schneider kehrt damit in seine Geburtsstadt zurück, die er als 16-Jähriger verlassen hat, um die Handballwelt zu erobern. „Back to the Roots“, sagt er. Von der ersten Minute an habe er hier eine engagierte Truppe vorgefunden, auf die er stolz sei. Sein Credo sei es, das Freizeitbad für möglichst alle Interessengruppen der Bevölkerung in Güstrow und der Umgebung zu gestalten. Erst in diesen Tagen sei aus den Medien zu erfahren gewesen, dass nur die Hälfte der Kinder schwimmen könne; ein Grund wären Schließungen von Bädern. Schneider: „In Güstrow nicht – hier gibt es ein positives, starkes Signal der Stadtvertretung für das Bad. Ich freue mich sehr über das Vertrauen und auf die spannende, riesige Aufgabe.“