Video aus Güstrow : Ein Jahr nach Zerstörung: Reparatur des Borwinbrunnens lässt auf sich warten

Fassungslos nehmen Passanten das Ausmaß der Zerstörung in Augenschein.
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Fassungslos nehmen Passanten das Ausmaß der Zerstörung in Augenschein.

Suche nach Restaurator gestaltet sich schwierig. Fördermittel fehlen bislang

nnn.de von
15. Dezember 2018, 15:28 Uhr

Fast ein Jahr nach der Zerstörung des Güstrower Borwinbrunnens durch Feuerwerk in der Silvesternacht hat die Reparatur des Wahrzeichens immer noch nicht begonnen. Es habe Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Restaurator gegeben, sagte Maik Titze, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt. Derzeit laufe ein Fördermittelantrag beim Land, über den aber noch nicht entschieden sei. Ursprünglich hatte die Sanierung im Herbst beginnen sollen, nun hofft Titze auf einen Baubeginn im Frühjahr 2019.

Ein zur Tatzeit 30 Jahre alter Güstrower soll in der Silvesternacht 2017/18 Pyrotechnik in der Wasserschale des Brunnens gezündet und sie so abgesprengt haben. Die Polizei war schnell durch Handyvideos auf ihn aufmerksam geworden. Er hatte die Tat daraufhin gestanden. Ein Urteil gibt es in der Sache bisher nicht, sagte Titze.

Sanierungskosten von rund 110.000 Euro

Drei bis vier Bruchstücke sollen dem Gebäudechef zufolge nachmodelliert und mit den restlichen Trümmern und der Brunnenschale verklebt werden. Dafür war der Brunnen zuvor mit einem 3D-Scanner vermessen worden. Am längsten dauerten ihm zufolge die Vorarbeiten mit Planung und der Vorbereitung der Trümmerstücke sowie die Suche nach einem Restaurator. Das spätere Verkleben werde voraussichtlich nicht mehr als einen Monat dauern, sagte Titze. Er rechnet mit Kosten von rund 110.000 Euro. Durch Spenden seien bis Mitte Dezember knapp 16.700 Euro zusammengekommen. Dass der Verursacher für eine so große Summe aufkommen kann, dürfte laut Titze eher unwahrscheinlich sein.

Weiterführende Informationen:
Güstrower Borwinbrunnen: Anklage erhoben
Zerstörter Borwinbrunnen: Täter soll 150.000 Euro zahlen
„Es ist nicht zu fassen!“: Teile des historischen Borwin-Brunnen gesprengt

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