Silvesterlauf Güstrow : Großes Hallo für Ulli und Anita

Die Silvesterläufer- und -radler auf dem Barlachweg, der von allen wegen seines durch Autos (!) zerfahrenen Zustandes kritisiert wurde.
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Die Silvesterläufer- und -radler auf dem Barlachweg, der von allen wegen seines durch Autos (!) zerfahrenen Zustandes kritisiert wurde.

Rund 60 Läufer und Radler ließen 2017 beim Rennen um den Inselsee ausklingen.

nnn.de von
01. Januar 2018, 20:45 Uhr

Rund 60 Läufer und Radler ließen 2017 beim traditionellen Güstrower Silvesterlauf um den Inselsee ausklingen. Mit großem Hallo wurde in der Runde Ulrich „Ulli“ Köller begrüßt. Der 86-Jährige kam mit dem Rad, um seine ehemaligen Laufkollegen in Richtung neues Jahr zu begleiten. Er fuhr allerdings nur bis zum Kurhaus mit, dann ließ er den Tross ziehen. Köller war bis zu seinem 82. Geburtstag aktiver Freizeitläufer. „Ich habe in 30 Jahren rund 45 000 Kilometer unter meine Beine genommen. Jetzt halte ich mich auf dem Rad und bei der Gartenarbeit fit“, plauderte er.

Wenig zu reden hatten dagegen Stephan Trittin und Hannes Kuntermann, die während der rund 16 Kilometer immer mit vorn waren und zum Schluss in trauter Zweisamkeit als Erste das Ziel erreichten. „Ich habe den Silvesterlauf aber nach drei Jahren Pause nicht wegen eines Sieges oder einer schnellen Zeit mitgemacht, sondern weil es einfach Spaß macht, am letzten Tag des Jahres einige Kilometer mit Freunden zu laufen“, erzählte er im Ziel auf dem Parkplatz Goldberger Straße, wo Familie Wurm Tee und Glühwein sowie Berliner vom Freizeitläufer-Bäckermeister Dietmar Kriemann verteilte. Stephan Trittin ist mit der Saison zufrieden. Er holte sich u.a. bei der Sommer-Stunden-Laufserie in den Heidbergen mit seiner Freundin Anne-Kathrin Litzenberg im Mix einen Sieg.

Ganz entspannt kam auch Anita Fritsche auf dem Parkplatz an. Die 38-Jährige verlebt Weihnachten und den Jahreswechsel bei ihrer Mutter. Den Lauf ließ sie sich nicht entgehen, weil sie wieder im „Geschäft“ ist. Anita Fritsche war von 1986 bis 1993 beim SV Einheit Güstrow als Läuferin eine Bank. Bis 1998 startete sie dann für den SC Empor Rostock. Ihr größter Erfolg war ein 4. Platz bei den deutschen Cross-Meisterschaften zeitgleich mit der Dritten. Dann war zehn Jahre Schluss mit dem Laufen. Erst nachdem die Orthopädietechnikerin 2008 in die Schweiz gegangen war, kam sie wieder auf den Geschmack. „Dieses Jahr will ich dreimal bei einem Marathon starten“, erzählte sie. Beim Silvesterlauf freute sie sich, dass sie bekannte Gesichter wiedersah, darunter ihr damaliger Einheit-Trainer, Dirk Bockelmann. Ein Wiedersehen nach über 25 Jahren: Der Güstrower Silvesterlauf macht es möglich.


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