Güstrow : Jahr im Zeichen des Feuerwehr-Jubiläums

Mit dem Spaldingsplatz beginnt 2018 das letzte große Straßenbauvorhaben im Sanierungsgebiet der Schweriner Vorstadt.  Eckhard Rosentreter
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Mit dem Spaldingsplatz beginnt 2018 das letzte große Straßenbauvorhaben im Sanierungsgebiet der Schweriner Vorstadt. Eckhard Rosentreter

Ausblicke auf 2018 in der Region.

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02. Januar 2018, 05:00 Uhr

Das Jahr 2018 steht ganz im Zeichen der Feuerwehr. Sie begeht ihren 150. Geburtstag. Auf Initiative des Vorstandes des Männer-Turnvereins wurde die Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Güstrow am 17. November 1868 durchgesetzt. Über die Jahre hat sie sich zu einer modernen einsatzbereiten freiwilligen Feuerwehr entwickelt. Neben weiteren geplanten Höhepunkten, wie z. B. der historischen Schauübung am 8. Juni 2018 mit nachfolgender Fahrzeugparade am 9. Juni oder der Ausstellung in der Städtischen Galerie Wollhalle – die Eröffnung ist für den 14. Juli geplant – wird am 20. Oktober der Feuerwehrball in der Sport- und Kongresshalle stattfinden.

Beginnen wird das Jubiläumsjahr allerdings schon am 12. Januar beim traditionellen Neujahrsempfang der Barlachstadt Güstrow. Aber es soll nicht nur gefeiert werden. 2018 soll die Brandschutzbedarfsplanung erstellt werden. Nach Abstimmung mit allen Beteiligten und Beschluss durch die Stadtvertretung wird diese die Grundlage für die Ausstattung der freiwilligen Feuerwehr sein. Schon jetzt kann festgestellt werden, dass beide Standorte in der Stadt notwendig sind. Der Zustand des Stützpunktes in der Landesbrandmeister-Bever-Straße ist vorbildlich. Die Sanierung des Gebäudes im Langendammschen Weg dagegen ist überfällig. Mit dem Doppelhaushalt der Barlachstadt für die Jahre 2018/2019 soll die finanzielle Grundlage für die umfassende Sanierung des Standortes in drei Bauabschnitten gelegt werden. Allein der geplante erste Bauabschnitt für 2018 wird 500 000 Euro kosten. Außerdem soll die Feuerwehr einen neuen Mannschaftstransporter als Ersatzbeschaffung erhalten. Für den ehrenamtlichen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen.

Ein Thema, das uns schon seit Jahren beschäftigt, ist die Sanierung und Erweiterung der Thomas-Müntzer-Schule. Aufgrund der Verzögerungen in der Fördermittelbewilligung wurde diese Investition neu in den Haushalt eingestellt. Bei einem Investitionsvolumen von nunmehr 8,4 Millionen Euro gehe ich von einer Förderung von 5,6 Millionen Euro aus. Die Baumaßnahme wird in mehreren Abschnitten bis 2022 umgesetzt. Ende 2017 wurde die europaweite Ausschreibung der weiteren Planungsleistungen veröffentlicht. Der endgültige Zuschlag soll voraussichtlich im März 2018 erteilt werden.


Erschließung weiterer Wohngebiete hat Prä

Im Jahnstadion sollen das Hauptspielfeld verschoben und ein dritter Fußballplatz errichtet werden. Der Investitionszuschuss für den Güstrower SC 09 für den ersten Bauabschnitt zur Erweiterung des Jahnstadions wird nach dem Förderbeschluss des Landessportausschusses jetzt zwingend benötigt. Dieses Projekt ist Voraussetzung für die Umwandlung des Sportplatzes am Fischerweg in ein Wohngebiet.

Bei Stadtsanierung ist weiterhin die Altstadt von besonderer Bedeutung, wobei der vorgesehene Straßenbau Bestandteil des Maßnahmeplanes 2017 – 2021 für die gesamte Stadt sind. In der Schweriner Vorstadt sollen 2018 die beiden letzten Vorhaben begonnen werden. Das betrifft den Spaldingsplatz und den östlichen Gehweg der Ulmenstraße. Für die Marktsanierung konnte 2017 nach europaweiter Ausschreibung der Planungsauftrag vergeben werden. Ziel für 2018 ist die Fertigstellung der Ausführungsplanung, damit ab 2019 mit der Umsetzung einzelner Bauabschnitte begonnen werden kann.

Beim Straßenbau außerhalb der Sanierungsgebiete sollen der Kiebitzweg und die Seidelstraße begonnen werden. Die Erschließung des dritten Bauabschnittes im Hengstkoppelweg ist Voraussetzung für die Vermarktung der Grundstücke.

Gemäß Vorgaben der Stadtvertretung ist die Vorbereitung und Bereitstellung von weiteren Baugebieten für den Wohnungsneubau Schwerpunkt der Arbeit der Stadtverwaltung. Neben der Entwicklung des dritten Bauabschnittes Hengstkoppelweg und der Vorbereitungen am Fischerweg sollen der Stahlhof, der Petershof und die Alte Gärtnerei am Pfahlweg entwickelt werden. Gleichfalls wird geprüft, ob in Suckow der letzte B-Planabschnitt des Teilbebauungsplanes „Suckow 1 – Kattenberg – Suckower Tannen“ wirtschaftlich vertretbar umgesetzt werden kann. Zusammen mit dem Investor des Wohngebietes Kessinerstraße ist eine Altlastenproblematik zu klären, damit die Grundstücke kurzfristig für die Vermarktung bereitgestellt werden können.

Neben den Lückenschlüssen wird in der Altstadt am Klosterhof ein neuer Wohnbereich mit ca. 30 Wohnungen entstehen. Alle diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Einwohnerzahl der Barlachstadt sich entgegen den Bevölkerungsprognosen bei über 30 000 stabilisiert.


Erstmals seit 14 Jahren mehr Mitarbeiter

Aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung und der umfangreichen, geplanten Bauvorhaben ist erstmals in meiner Amtszeit eine Steigerung der Anzahl der Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung und den nachgeordneten Einrichtungen von 189 auf 197 geplant. Die neuen Stellen sind schwerpunktmäßig im Bereich der Kinderbetreuung, der Stadtentwicklung und der Kämmerei vorgesehen.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Entwicklung der Stadt. 2018 sollen in den städtischen Unternehmen „Oase“ und „Wildpark“ wichtige Leitprojekte begonnen werden. Für die Sanierung und Attraktivierung der „Oase“ gibt es mehrere Planungsvarianten. Damit die Stadtvertretung 2018 entscheiden kann, welche Variante verwirklicht werden soll, muss der Planungsprozess zügig fortgeführt werden. Da Bund und Land angekündigt haben, dass in die touristische Infrastruktur investiert werden soll, erhoffe ich mir eine hohe Förderung. Ohne diese ist die Millionen schwere Investition nicht umsetzbar. Für den ersten Bauabschnitt der Erlebnisbüdnerei im Wildpark wurden bereits die Planung erstellt und die Förderung gesichert.

Konzeptionell müssen sich alle Beteiligten mit den Themen Breitbandausbau, Elektromobilität, nachhaltige Energieerzeugung oder auch Parkraumbewirtschaftung beschäftigen. Hier hat Güstrow großes Potenzial.

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