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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 02:56 Uhr

Güstrow : Neuer Schliff für Friedhofsmauer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Auf dem Güstrower Friedhof hat die Sanierung der Mauer auf der Südseite begonnen.

nnn.de von
erstellt am 11.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Vor dem Volkstrauertag und dem Ewigkeitssonntag herrscht reger Betrieb auf dem Güstrower Friedhof. Angehörige pflegen die Gräber ihrer Lieben und Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung mähen Gras, entfernen Laub und kümmern sich um die knapp 200 Pflege- und Ehrengräber, die in diesen Tagen eingedeckt werden. Zusätzlich haben die Arbeiten an der südlichen Friedhofsmauer begonnen.

„Auf etwa 150 Meter Länge sanieren wir die Innenseite der Mauer. Vorgesehen sind Reinigungsarbeiten, die Beseitigung von Rissen und eine farbliche Instandsetzung“, erklärt Friedhofsverwalter Holger Büttner. Vor 14 Jahren waren die in der Mauer verbauten Eisenpfeiler durch Edelstahl ersetzt worden. Allerdings war nicht überall an eine Sperrschicht gedacht worden, so dass aufsteigende Feuchtigkeit an dem Mauerwerk zu beobachten war. Durch Injektionen soll nun eine wirksame Sperrschicht entstehen.

Holger Büttner vermutet, dass die Mauer um 1870 errichtet wurde und eine bis dahin bestehende hölzerne Einfriedung des Geländes ersetzte. Der Friedhof selbst wurde 1833 als der „neue Begräbnisplatz vor dem Mühlenthore“ angelegt. „Im nächsten Jahr, wahrscheinlich im Frühjahr, wollen wir die Sanierung der Friedhofsmauer mit der Außenseite abschließen“, blickt er voraus.

In den nächsten Tagen sollen die Arbeiten an einer weiteren Urnen-Gemeinschaftsanlage, der dann bereits siebenten, abgeschlossen werden. „Wir haben gerade den letzten Platz in der sechsten Anlage vergeben und warten ungeduldig darauf, dass das nächste Feld fertiggestellt wird“, sagt Büttner.


Rund 430 Bestattungen für 2017 erwartet

Der Friedhofsverwalter erwartet für 2017 knapp 430 Bestattungen. Die Zahl würde damit leicht unter der des Vorjahres liegen. Geblieben ist der Trend zu Urnenbestattungen. „Nur etwa noch zehn Prozent machen die Erdbestattungen aus“, informiert er. Was der Friedhofsverwalter möglichst noch in diesem Jahr beginnen möchte, sind Gespräche über die Vermietung der ehemaligen Friedhofsgärtnerei. „Das Gebäude ist jetzt seit etwa vier Monaten ungenutzt, da besteht allmählich Handlungsbedarf“, sagt er. Büttner könnte sich wieder eine Friedhofsgärtnerei vorstellen, bringt aber auch ein Café ins Gespräch. „Die Lage am Parkplatz und neben der kleinen Feierhalle ist ideal. Neben Trauerfeiern könnte das Café auch ein Ziel für die Angehörigen des benachbarten Pflegeheims und für Besucher des sich immer mehr zum Park entwickelnden Friedhofs sein“, überlegt der Verwalter.

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