Schüler greifen nach den Sternen

Hoch über den Dächern der Rostocker Gartenstadt waren die Schüler dem Himmel ein Stück näher.
Hoch über den Dächern der Rostocker Gartenstadt waren die Schüler dem Himmel ein Stück näher.

Bilder am nächtlichen Himmel können Neuntklässler des Brinckmangymnasiums jetzt besser identifizieren

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02. November 2019, 05:00 Uhr

Einen Unterricht der etwas anderen Art erlebte eine Klasse der Jahrgangsstufe neun des John-Brinckman-Gymnasiums: In der Rostocker Sternwarte und in der Marienkirche warteten einige Besonderheiten unserer Galaxie auf sie. Schon im schulischen Astronomie-Unterricht wurde vieles über den Sternenhimmel mit all seinen Himmelskörpern vermittelt.

Am nächtlichen Himmel erkennt das ungeschulte Auge oft nur den „Großen Wagen“, doch Dank der Astronomie-Lehrerin Cornelia Wegner sehen die Schüler weitaus mehr. Bei einem Schulausflug konnten sie ihr Wissen in der Praxis anwenden. In der Sternwarte „Tycho Brahe“, benannt nach einem Rostocker Studenten, der Geschehnisse am Himmel mit bloßem Auge erkennen konnte, lernten die Schüler durch einen Vortrag viel Neues, festigten aber auch ihr Wissen. Im Fokus stand die Orientierung am nächtlichen Himmel. Elisa Köpcke erinnert sich: „Plötzlich erschien über uns ein leuchtender Sternenhimmel. Das war sehr beeindruckend.“ Nun konnte jeder über seinem Kopf die Sternbilder erkennen und zuordnen. Noch dazu erfuhren sie einiges über den Mond, sowie Planeten. „Vieles kam mir aus dem Unterricht bekannt vor, aber jetzt kann ich mir alles besser vorstellen“, stimmt Selina Selami ihren Mitschülern zu, denn die gesamte Klasse zeigte großes Interesse an der Welt von Sonne, Mond und Sterne.

Eine weitere erstaunliche Erkenntnis war die Darstellung der Distanz der Planeten, welche in nicht ganz so kleiner Miniaturversion im Garten der Sternwarte gezeigt wurde. „Vorher hatte ich keine Vorstellung von der riesigen Entfernung“, meint Maja Podack. Mitschülerin Elisa Köpcke ergänzt: „Es war auch sehr interessant etwas über die Farben der Planeten zu erfahren. Jetzt weiß ich warum der Neptun lila-blau aussieht.“

Wie echte Astronomen fühlten sich die Neuntklässler auf dem Dach der Sternwarte, denn hier lernten sie vieles über die Sonnenbeobachtung oder den Refraktor, ein weiteres Beobachtungsinstrument. Außerdem wartete die astronomische Uhr auf die Schüler, welche sie mit Genauigkeit seit 1885 beeindruckte. Besonders in Erinnerung blieb das schöne Glockenspiel zur vollen Stunde, aber auch die eindrucksvolle Größe.

Rundum versorgt mit neuem und gefestigtem Wissen über unser Sonnensystem kehrten die Schüler zurück zum alltäglichen Unterricht.

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